1. Olympische Jugendspiele in Singapur
Historisch: Ruderin Sievers aus Kappeln holt erstes Gold
Judith Sievers aus Schleswig-Holstein gewann bei der Premiere der Jugendolympiade die erste Goldmedaille für Deutschland.
Judith Sievers aus Schleswig-Holstein (Mitte) strahlt nach dem Gewinn der Goldmedaille. Silber ging an Natalia Kovalova aus der Ukraine (l.), Bronze holte die Französin Noemie Kober.
Foto: Reuters
Singapur. Dieser Sieg geht in die Geschichte ein: Ruderin Judith Sievers hat die erste Goldmedaille für das deutsche Team bei den 1. Olympischen Jugendspielen in Singapur eingefahren. „Es ist etwas Einmaliges, ein ganz tolles Gefühl“, freute sich die Athletin der Rudervereinigung Kappeln über den historischen Erfolg am Mittwoch im Einer. Für Felix Bach hat es dagegen nicht zum Sieg gereicht: Der Topfavorit aus Potsdam kam auf den Silber-Rang.
Zwei Tage vor ihrem 18. Geburtstag war das Rennen um Gold für die Abiturientin Schwerstarbeit. „Es ist sehr hart gewesen. Bis 500 Meter war ich nur Fünfte mit einer Bootslänge Rückstand“, berichtete Sievers, die am Ende nach 1000 Metern noch mit einem Meter Vorsprung vor der Ukrainerin Natalia Kowalowa über die Ziellinie fuhr. „Das war eine große und tolle Leistung“, lobte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Über die Wertigkeit des Erfolges ist sich Skullerin, die vor Singapur Junioren-Weltmeisterin auf dem Ergometer geworden war, nicht ganz im Klaren. „Ich weiß nicht, was besser ist. Der Sieg bei den Jugendspielen ist etwas ganz anderes“, meinte die gebürtige Flensburgerin, die trotz dieses Erfolges die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London für nicht realistisch hält: „Die Konkurrenz in Deutschland ist wohl zu stark.“
Dagegen will Felix Bach in der Stadt an der Themse dabei sein - egal in welcher Bootsklasse. „Ich fahre gern im Einer, aber ich kann mich anpassen und auch in einer Mannschaft fahren“, sagte der 18- Jährige, der in Singapur mit Gold geliebäugelt hatte. „Ich freue mich über Silber, bin aber auch ein wenig enttäuscht, da ich wenige Tage zuvor Junioren-Weltmeister geworden bin“, meinte er.
Auf der die bei Jugendspielen um die Hälfte auf 1000 Meter reduzierten Strecke hatte er gegen den Litauer Rolandas Mascinskas keine Chance. „Natürlich wäre ich lieber die volle Strecke von 2000 Metern gefahren. Es wäre besser gewesen“, sagte Felix Bach, der nach Gold und Silber zusammenfassend bilanzierte: „Die beiden Medaillen zeigen, dass wir etwas können.“








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