Das Team von Trainer Paul Gardner steht im zweiten Spiel heute (19.30 Uhr) bereits gehörig unter Druck. Im ersten Spiel der Pre-Play-offs gegen die Frankfurt Lions verloren die Hamburger 3:4.

Den Hamburger Torhüter Jean-Marc Pelletier, hier Sieger gegen Frankfurts Mathieu Biron (r.), traf eine Mitschuld am Tor zum 3:3.
Foto: Witters
Hamburg. Vitalij Aab wollte sich nichts zuschulden kommen lassen. Pflichtbewusst erhob sich der Freezers-Profi am Mittwochabend zehn Minuten vor Ende des HSV-Pokalspiels gegen Wehen Wiesbaden von seinem Sitz in der Nordbank-Arena, um rechtzeitig zuhause zu sein. Aab verpasste so zwar noch einen Treffer der Hessen, doch das war dem 29-Jährigen egal, schließlich begann tags darauf für ihn und seine Mannschaftskollegen die heiße Phase der Eishockey-Saison. Nach sechs Monaten Vorgeplänkel in 52 Hauptrundenspielen starteten die Hamburger gestern Abend in die Pre-Play-offs, die Hoffnungsrunde der Siebt- bis Zehntplatzierten der Deutschen Eishockey-Liga. Erstmals wird diese Serie nach dem Modus Best-of-five ausgespielt, drei Siege sind zum Einzug ins Viertelfinale nötig. Den ersten davon verpassten die Freezers gestern mit einem unnötigen 3:4 (1:1, 1:0, 1:3) im ersten Aufeinandertreffen mit den Frankfurt Lions.
Hamburg Freezers-Notizen
1:2 gegen Frankfurt! Freezers vor dem Play-Off-Aus
Es ging spannend zu, doch ein Feuerwerk wurde den nur 5194 Fans in der Color-Line-Arena weder in der Stadionshow noch in der von Beginn an zerfahrenen Partie geboten. Die Freezers machten erstmals nach sechs Minuten in Person von Francois Fortier auf sich aufmerksam, der mit einem Gewaltschuss Frankfurts guten Torhüter Gordon testete. Es spricht für die bereits in den vergangenen Partien gezeigte Effektivität der Hamburger, dass Alexander Barta die zweite Chance kurz darauf in Überzahl zum Führungstreffer nutzte. Gordon hatte im Anschluss an ein vermeintliches Foul an Aab einen Schlagschuss von John Tripp nur abprallen lassen, Barta setzte mit Erfolg nach.
Wer nun allerdings geglaubt hatte, dass die Freezers mit der Führung im Rücken die Kontrolle übernehmen würden, sah sich getäuscht. Frankfurt kam sogar noch vor Ende des ersten Drittels zum Ausgleich, als Freezers-Goalie Jean-Marc Pelletier erst überragend gegen Biron klärte, kurz darauf bei einem Kavanagh-Schuss jedoch machtlos war. Auch im Mittelabschnitt gelang beiden Teams - bis auf das sehenswerte 2:1 durch Richard Mueller per Schlagschuss in den Winkel - wenig Konstruktives in der Offensive.
Die Frankfurter Löwen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, glichen durch Young und Heerema zwei weitere Male aus, nachdem mit John Tripp zwischenzeitlich auch der dritte deutsche Nationalspieler im Freezers-Trikot getroffen und per schönem Schlagschuss das 3:2 markiert hatte. Doch am Ende konnte er sich dafür genauso wenig kaufen wie Aab für seine vorbildliche Einstellung, weil erneut Heerema den Auftaktsieg der Hessen perfekt machte.
Tore: 1:0 (9:55) Barta (Tripp, Blanchard) 5-4, 1:1 (16:12) Kavanagh (Gawlik, Kunce), 2:1 (28:04) Mueller (Delmore, Barta), 2:2 (41:32) Young (Taylor), 3:2 (45:26) Tripp (Sarno, Smyth) 5-4, 3:3 (49:17) Heerema (Taylor, Biron), 3:4 (56:22) Heerema (Taylor). Strafminuten: 10/10. Schiedsrichter: Schimm/Piechaczek (Waldkraiburg/Ottobrunn). Zuschauer: 5194.



