Montag, 28. Mai 2012, 13:53

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Sport

Tour de France

Winokurow gewinnt 13. Etappe - Schleck weiter in Gelb

Winokurow hatte sich 7200 Meter vor dem Ziel abgesetzt und holte sich seinen ersten Etappensieg seit seit seiner Doping-Verbannung 2007.

Der Kasache Alexander Winokurow hat am Sonnabend die 13. Etappe der Tour de France gewonnen.
Foto: AFP

Revel . Der Kasache Alexander Winokurow hat sein starkes Tour-Comeback drei Jahre nach seiner Doping-Verbannung mit einem Solosieg gekrönt. Einen Tag nach seinem vergeblichen Angriff in Mende war der Flucht-Spezialist in Revel erfolgreich und feierte seinen insgesamt vierten Etappenerfolg bei der Tour de France. Der 36 Jahre alte Radprofi hatte im Ziel der 13. Etappe über 196 Kilometer einen Vorsprung von 13 Sekunden auf das Hauptfeld. Tageszweiter wurde der Brite Mark Cavendish, der den Sprint des Pelotons vor dem Italiener Alessandro Petacchi gewann.

Winokurow war nach der Tour 2007 des Fremdblut-Dopings überführt und anschließend gesperrt worden. Die gesamte Astana-Equipe inklusive Andreas Klöden musste damals die Tour verlassen. Der ehemalige T-Mobile-Profi reagierte auf die positive Doping-Analyse mit seinem Rücktritt, den er wenig später zurücknahm. In diesem Jahre hatte er bereits im April den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich zum zweiten Mal gewonnen und damit eine glanzvolle Rückkehr in die erste Reihe des Profi-Radsports gefeiert. Bis heute leugnet Winokurow trotz eindeutiger Beweislage Doping.

Bevor sich der Spanier Alberto Contador auf die heimischen Pyrenäen freuen darf, blieb in der Gesamtwertung alles beim alten: der Luxemburger Andy Schleck führt weiter mit einem Vorsprung von 31 Sekunden vor Contador, mit dessen Angriff am Sonntag beim Schlussanstieg hinauf nach Ax 3 Domaimes gerechnet wird.

Schon nach 4000 Metern hatte sich am Samstag ein Spitzentrio um den zweifachen Etappensieger der Tour 2010, Sylvain Chavanel aus Frankreich, abgesetzt und schnell einen Vorsprung von fünfeinhalb Minuten herausgefahren. Wieder mal konnte kein Milram-Fahrer, die sich am Freitagabend zu einem Krisengespräch getroffen hatten, der Attacke folgen. Die Devise von Teamchef Gerry van Gerwen, „in allen Ausreißergruppen“ vertreten sein zu wollen, blieb erneut missachtet.

Die Teams der bisher besten Sprinter, Cavendish und Petacchi, ließen das Trio um Chavanel aber nicht außer Reichweite. Beide Mannschaften wollten unbedingt eine Massenankunft in Revel organisieren. 65 Kilometer vor dem Ziel beteiligte sich dann auch die Milram-Equipe an der Tempoarbeit, um dem Pulheimer Sprinter Gerald Ciolek die Chance auf den ersten Tagessieg zu ermöglichen. Der Plan ging aber nicht auf: Denn nachdem das erste Fluchttrio eingefangen war, folgte der nächste Angriff – und der saß. „Das Finale war sehr, sehr schnell“, meinte Kapitän Linus Gerdemann. „Winokurow hat einen bärenstarken Antritt hingelegt.“

Der italienische Ex-Weltmeister Alessandro Ballan versuchte 8700 Meter vor dem Ziel beim giftigen Anstieg in Saint-Ferréol sein Glück, ihm hetzte der Kasache Alexander Winokurow wenig später hinterher - und erreichte als Solist das Ziel.

Noch bevor der „heiße Start“ erfolgte, hatte der entzauberte Rekordsieger Lance Armstrong einen heiklen Moment zu überstehen. Der 38-Jährige kam während des gemütlichen Schaulaufens in Rodez zu Fall - es war bereits sein fünfter Sturz bei dieser Tour. Im Ziel war der Texaner gezeichnet: Als er mit einem Rückstand von 4:34 Minuten auf Winokurow demonstrativ langsam ins Ziel eintrudelte, hatte Armstrong einen blutigen Ellenbogen und ein blutiges Knie.

Etappen


Der Etappenplan der 97. Tour de France im Überblick

:

1
 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus