16.07.10

Transfer-Sensation?

Madrid oder Stuttgart - Chaos um Sami Khedira

Während die spanische Zeitung "Marca" den Wechsel des Nationalspielers zu Real als perfekt meldet, dementieren die Stuttgarter.

Foto: Getty
Nationalspieler Sami Khedira
Nationalspieler Sami Khedira steht offenbar vor einem Wechsel zu Real Madrid.

Stuttgart/Madrid. Geht er, oder geht er nicht? Die widersprüchlichen Meldungen im Fall Sami Khedira nehmen kein Ende. Wie die spanische Sporttageszeitung " Marca " am Freitag berichtet, hat sich der Fußball-Nationalspieler mit Real Madrid auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Khediras Arbeitgeber VfB Stuttgart erklärte dagegen erneut, dass er von einem Abgang seines Eigengewächses in Richtung des spanischen Vize-Meisters nichts wisse. "Für den VfB gibt es keinen neuen Stand", sagte Vereinssprecher Oliver Schraft. "Es gibt nach wie vor keinen Kontakt zu Real Madrid."

Laut "Marca" soll Khedira, der bei der Weltmeisterschaft mit starken Leistungen auftrumpfte, bei Real künftig ein Jahresgehalt von zwei Millionen Euro netto zuzüglich Prämien beziehen. Zudem schreibt das Real nahestehende Blatt, dass die Madrilenen für den 23-Jährigen zunächst eine Ablöse in Höhe von acht Millionen Euro geboten hätten. Der VfB, wo Khediras Vertrag bis 30. Juni 2011 läuft, hätte jedoch 15 Millionen Euro verlangt. Daher könnte die Transferentschädigung letzten Endes bei etwa zwölf Millionen liegen. Die Stuttgarter wissen nach eigenen Angaben jedoch nichts von entsprechenden Verhandlungen.

Laut der ebenfalls in Madrid erscheinenden Zeitung "As" war Khedira mit seinem Berater Jörg Neubauer am Mittwoch in Madrid. Sie seien im Hotel Mirasierra Suites untergebracht gewesen, meldete das Blatt am Freitag. Dort kommt das Real-Team um Superstar Cristiano Ronaldo sonst vor seinen Spielen zusammen.

Neubauer hatte ein Treffen mit den "Königlichen" am Donnerstag jedoch bestritten. "Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen persönlichen Kontakt zu Real Madrid", hatte er auf "sport1.de" erklärt. Zum angeblichen Aufenthalt des VfB-Profis in Madrid sagte der Berater: "Das ist Unsinn."

Stimmen zum Spiel Deutschland gegen Uruguay
Stimmen zum Spiel Deutschland gegen Uruguay
Bundestrainer Joachim Löw: "Wir gehen nicht mit leeren Händen nach Hause. Die Mannschaft ist verdient Dritter geworden und hat heute in der zweiten Halbzeit hervorragend gekämpft. Wenn man das gesamte Turnier sieht, wie die Mannschaft gekämpft hat, ist das absolut zufriedenstellend. So gesehen können alle stolz zurückfahren nach Deutschland. Die Mannschaft hat sich nach der schweren Niederlage im Halbfinale selbst wieder hochgezogen. Das Team hat Hervorragendes geleistet, jetzt muss man sehen, wie es sich entwickelt. Wer die Personalentscheidungen in Zukunft trifft, weiß ich momentan nicht. Ich brauche jetzt ein paar Tage Ruhe und Abstand, um in mich zu gehen. Ich werde eine zeitnahe Entscheidung treffen."
Bundespräsident Christian Wulff: "Fünf Tore, ein tolles Spiel, mehr kann man sich nicht wünschen. Das war eine tolle Teamleistung von tollen Einzelspielern. Es war eine große Leistung, das Spiel noch umzudrehen. Im Ausland wird diese Mannschaft als eine sehr sympathische wahrgenommen. Einige Südafrikaner haben mir heute gesagt, diese Mannschaft sei eine Regenbogenmannschaft. Am Sonntag beim Finale werden wir noch einmal Südafrika zu diesem tollen Turnier gratulieren. Auf dem Platz soll dann der Bessere gewinnen."
Kapitän Philipp Lahm (Bayern München): "Ich bin sehr stolz. Es war sehr wichtig, das wir ein positives Ende bei dieser WM schaffen. Es war schwer, dass hat man so ab der 20 Minute gesehen. Wir hatten ja einen Tag weniger Pause. Aber wie die Mannschaft das Spiel dann noch gedreht hat, darauf kann sie stolz sein. Man kann gar nicht genug danke sagen an die deutschen Fans. Für uns war es immer eine große Motivation zu spielen."
Thomas Müller (Bayern München): "Natürlich bin ich stolz. Es war wichtig für uns, für das Land und den Gesamteindruck, dass wir heute gewonnen haben. Ich muss jetzt dran bleiben und meine Leistung bestätigen. Das wird schwierig genug. Jetzt freue ich mich auf Abstand und Ruhe, um diese Eindrücke verarbeiten zu können."
Trainer Oscar Tabarez (Uruguay): "Es tut mir zwar leid, dass wir verloren haben. Aber man darf nicht das Niveau des Gegners vergessen. Wir sind uns bewusst, dass wir die Überraschung der WM waren. Für die Zukunft unseres Fußballs ist das, was wir erreicht haben, sehr wichtig. Denn seit Jahrzehnten ist uns so ein Erfolg nicht mehr gelungen. Wir haben Deutschland heute teilweise dominiert, aber unsere Chancen nicht genutzt."
Marcell Jansen (Hamburger SV): "Die Stimmung war gut, der DFB hat alles gemacht. Nun gehen wir alle verdient in den Urlaub."
Bastian Schweinsteiger (Bayern München): "Das war sehr wichtig gegenüber unseren Fans in Deutschland, die uns wahnsinnig unterstützt haben. Zum Glück haben wir gewonnen, obwohl die Enttäuschung noch da war wegen des Halbfinales. Es kann nicht immer nur bergauf gehen. Wir haben zurückgelegen und sind zurückgekommen. Das zeigt die Charakterstärke der Mannschaft. Ich bin sehr stolz darauf, mit dieser Mannschaft zusammenzuspielen. Man sollte in die Zukunft schauen, wir können noch viel zu erreichen."
Sami Khedira (VfB Stuttgart): "Natürlich hatten wir uns alle mehr erhofft, aber letztendlich war auch das Spiel um Platz drei ein Endspiel, das wir unbedingt gewinnen wollten. Wir sind froh, als Sieger vom Platz gegangen zu sein. Jetzt werden wir das Turnier erst einmal Revue passieren lassen. Wir haben hier bei der WM als sehr junge Mannschaft ein Ausrufezeichen gesetzt. Aber wir wollen in Zukunft natürlich noch mehr".
Uruguays Torschütze Diego Forlán: "Jetzt sind wir unter den vier besten Mannschaft der Welt, das hätten wir zu Beginn nicht zu denken gewagt. Es war trotz der Niederlage insgesamt positiv. Beim Freistoß hat nur eine Winzigkeit gefehlt. Uruguays Fußball hat eine Zukunft - und die Mannschaft eine Identität. Wir wäre gerne ins Finale gekommen, aber wir haben diese sieben Spiele sehr genossen. Jetzt können wir uns ausruhen."
Torwart Hans Jörg Butt: "Ich glaube, Deutschland kann froh sein, solch eine Truppe zu haben. Das ist eine Mannschaft, die sehr viel Potenzial hat und in den nächsten Jahren Titel gewinnen kann. Ich drücke den Jungens die Daumen. Für mich war die WM eine tolle Erfahrung. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht."
Lukas Podolski: "Wir können stolz sein. Der dritte Platz ist ein Erfolg, auch wenn wir mehr haben wollten."
Alle Torschützen der WM 2010
Alle Torschützen der WM 2010:
Fünf Tore: Müller (Deutschland) Villa (Spanien), Sneijder (Niederlande), Forlan (Uruguay)
Vier Tore: Higuain (Argentinien), Vittek (Slowakei), Klose (Deutschland)
Drei Tore: Suarez (Uruguay), Donovan (USA), Gyan (Ghana), Fabiano (Brasilien),
Zwei Tore: Elano (Brasilien), Tiago (Portugal), Lee Jung-Soo (Südkorea), Uche (Nigeria), Holman (Australien), Honda (Japan), Eto'o (Kamerun), Podolski ( Deutschland), Tevez (Argentinien), Hernandez (Mexiko), Robinho (Brasilien), Robben (Niederlande), Iniesta (Spanien)
Ein Tor: Tshabalala, Khumalo, Mphela (alle Südafrika), Marquez, Blanco (alle Mexiko), Park Chu-Young, Park Ji-Sung (Südkorea), Heinze, Demichelis (Argentinien), Upson, Gerrard, Defoe (beide England), Dempsey, Bradley (alle USA), Koren, Birsa, Ljubijankic (alle Slowenien), Cacau, Özil, Friedrich, Jansen, Khedira (alle Deutschland), Kuyt, van Persie, Huntelaar, van Bronckhorst (alle Niederlande), Alcaraz, Vera, Riveros (beide Paraguay), De Rossi, Iaquinta, Quagliarella, di Natale (alle Italien), Reid, Smeltz (beide Neuseeland), Maicon, Juan (alle Brasilien), Ji (Nordkorea), Beausejour, Gonzales, Millar (alle Chile), Fernandes (Schweiz), A. Pereira, M. Pereira, Cavani (alle Uruguay), Salpingidis, Torosidis (beide Griechenland), Jovanovic, Pantelic (beide Serbien), Cahill (Australien), Bendtner, Rommedahl (beide Dänemark), Drogba, Yaya, Romaric, Kalou (alle Elfenbeinküste), Meireles, Almeida, Simao, Liedson, Ronaldo (alle Portugal), Malouda (Frankreich), Yakubu (Nigeria), Kopunek (Slowakei), Endo, Okazaki (beide Japan), Puyol (Spanien), Boateng, Muntari (Ghana)
Eigentore: Agger (Dänemark), Park Chu Young (Südkorea), Felipe Melo (Brasilien)
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  • 5%
    Jerome Boateng
  • 1%
    Per Mertesacker
  • 5%
    Arne Friedrich
  • 1%
    Dennis Aogo
  • 27%
    Bastian Schweinsteiger
  • 2%
    Sami Khedira
  • 22%
    Thomas Müller
  • 16%
    Marcell Jansen
  • 3%
    Mesut Özil
  • 1%
    Cacau
  • 0%
    Stefan Kießling
  • 2%
    Toni Kroos
  • 2%
    Serdar Tasci
Abgegebene Stimmen: 513
Umfrage Soll Bundestrainer Joachim Löw seinen Vertrag beim DFB verlängern?

  • 89%
    Ja
  • 11%
    Nein
Abgegebene Stimmen: 290

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