Eishockey: Hamburg - Augsburg 5:3
Freezers fehlt noch ein Punkt
Die Hamburg Freezers haben ihren Negativlauf längst hinter sich gelassen und stehen dank des Erfolges gegen Augsburg unmittelbar vor dem Einzug in die angestrebte Play-off-Runde.
Foto: Witters Sport-Presse-Fotos
Hamburg. Wenn sich die Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wie in diesen Tagen dem Ende zuneigt, sprechen Verantwortliche und Spieler gern vom Play-off-Charakter der verbleibenden Partien. Schließlich geht es für einige Klubs um alles oder nichts, obwohl die K.-o.-Runde noch gar nicht begonnen hat. Die Freezers zum Beispiel müssen mindestens den zehnten Platz erreichen, um ein vorzeitiges Saisonende zu verhindern.
Gestern Abend hatten die "Eisschränke" die Gelegenheit, in der heimischen Color-Line-Arena einen großen Schritt in Richtung Play-off-Qualifikation zu machen. Und die Hamburger nutzen ihre Chance. Mit einem 5:3 (2:1, 2:2, 1:0) im Nachholspiel gegen die Augsburger Panther nahm sich das Team von Trainer Paul Gardner den Druck des unbedingten Gewinnenmüssens vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen den direkten Konkurrenten Iserlohn Roosters. Im Duell mit den Sauerländern reicht den Freezers nun ein Punkt, um in die Hoffnungsrunde der Siebt- bis Zehntplatzierten einzuziehen.
In der ausgeglichenen Partie gegen Augsburg sorgten Vitalij Aab (2), Brad Smyth, Peter Sarno und Francois Fortier mit ihren Treffern für das bessere Ende für die Freezers, die ihre Chancen konsequenter nutzten als die spielerisch leicht überlegenen Panther. Freezers-Topscorer Fortier erlitt eine Oberschenkelprellung. Der Francokanadier ist am Freitag wieder dabei.
Andere künftig nicht mehr. Am Rande der Begegnung gaben die Freezers bekannt, ihre Zusammenarbeit mit der Agentur Upsolut zu beenden und die Vermarktung künftig in Eigenregie zu bestreiten. Dafür wechselt der zuvor beim Deutschen Sportfernsehen (DSF) in München tätige Betriebswirt Thomas Kriner (43) nach Hamburg. Der Vertrag mit der Upsolut Sports AG, die auch Veranstaltungen wie die Cyclassics oder den Hamburger Triathlon organisiert und beim FC St. Pauli im Merchandising aktiv ist, läuft Ende April aus.
"Wir haben sieben Spielzeiten erfolgreich mit Upsolut zusammengearbeitet, halten aber durch den Erwerb der Color-Line-Arena durch unseren Gesellschafter Anschutz Entertainment Group (AEG) den Zeitpunkt für gekommen, um diesen Geschäftsbereich neu zu positionieren", sagte Freezers-Geschäftsführer Boris Capla. "Die komplette Vermarktung kommt nun aus dem eigenen Haus und ermöglicht uns so eine noch intensivere Kundenansprache."
Upsolut war es aufgrund der sportlichen Defizite der Freezers in dieser Saison nicht gelungen, Werbeflächen wie die auf dem Helm der Spieler an den Mann zu bringen. "Upsolut Sports hat immer mit großem Herzblut und Engagement für das Projekt Freezers gearbeitet", sagte Upsolut-Vorstand Christian Toetzke, der zugleich Verständnis für die Entscheidung Caplas zeigte: "Vor dem Hintergrund des erweiterten Engagements der AEG ist der Schritt zum Aufbau einer eigenen Vermarktungsstruktur absolut richtig."
Tore: 0:1 (3:43) Maurer (Murphy), 1:1 (9:23) Smyth (Sarno, Tripp), 2:1 (17:32) Sarno (Tripp, Smyth), 2:2 (20:35) Jörg (Gordon), 3:2 (20:44) Aab, 3:3 (23:51) Barney (Likens, Gordon) 5-4, 4:3 (36:18) Fortier (Wilm) 4-5, 5:3 (44:11) Aab (Brigley, Blanchard) 5-4. Strafminuten: 13+20 Blanchard/11+20 Kettemer. Schiedsrichter: Schimm/Lenhart (Waldkraiburg/Darmstadt). Zuschauer: 5797.







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