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Sport

Leichtathletik

Malte Mohr springt bei der Weltmeisterschaft hoch hinaus

Deutschlands Hoffnung im Stabhochspringen gewinnt Silber bei der Hallen-WM. Hamburgs Schwarzer scheitert im Hürden-Halbfinale.

Stabhochspringer Malte Mohr überquert die Latte und freut sich bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Doha über Silber.
Foto: dpa/DPA

Doha. Mit dem Schwung der Berliner Heim-WM haben die deutschen Leichtathleten ihre Durststrecke auch unterm Dach beendet. Das 17-köpfige Team überzeugte am Wochenende bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Doha, blieb aber ohne Titel. Stabhochsprung-Hoffnung Malte Mohr sicherte sich Silber, dazu kamen Bronze für seinen Disziplinkollegen Alexander Straub und Kugelstoßer Ralf Bartels.

Einen Absturz erlebte erneut die einstige Stabhochsprung-König Jelena Issinbajewa. Die Olympiasiegerin und dreimalige Hallen-Weltmeisterin scheiterte dreimal an 4,75 Meter und musste sich mit 4,60 Meter und Platz vier begnügen. Als erste Brasilianerin wurde Fabiana Murer mit 4,80 m Hallen-Weltmeisterin. Auch die deutschen Stabartisten um Mohr sprangen hoch hinaus. "Das lief ja optimal. Schon am ersten Entscheidungstag haben wir unsere Bilanz von Valencia um 300 Prozent übertroffen", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop in Anspielung auf die "Nullnummer" vor zwei Jahren in Valencia.

Der bisher letzte deutsche Hallen-Weltmeister in einer olympischen Disziplin bleibt aber Mohrs Trainingspartner Tim Lobinger, der 2003 Gold holte. "Die jungen Athleten haben überzeugt", sagte Prokop. "Das macht uns Mut für Olympia 2012." Auch Routinier Bartels (Neubrandenburg) erwies sich wieder einmal als zuverlässiger Medaillenlieferant. Gold sicherte sich wie schon 2004 und 2008 der Amerikaner Christian Cantwell mit 21,83 Metern.

Vor 4000 Zuschauern schwangen sich die deutschen Stabartisten wenig später zu einer erfolgreichen Double-Mission auf: Mit starken 5,70 Metern gewann der 23-jährige Mohr aus München Silber; Teamkollege Straub von der LG Filstal wurde Dritter mit 5,65. Gold ging an Freiluft-Weltmeister Steven Hooker aus Australien, der als Einziger 6,01 Meter überquerte. Danach versuchte sich Hooker dreimal vergeblich an 6,16 Meter - Sergej Bubkas 17 Jahre alter Hallen-Weltrekord (6,15) "überlebte" noch einmal. Helge Schwarzer verpasste derweil die Teilnahme am Endlauf über 60 Meter Hürden. Der 24-Jährige vom Hamburger SV kam im Semifinale in 7,74 Sekunden nur auf Rang fünf und schied aus. Schwarzer hatte bei den deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in Karlsruhe 7,65 Sekunden geschafft und damit die WM-Norm erfüllt.

Ein Jahr nach seinem EM-Titel von Turin holte sich der ehemalige Dopingsünder Dwain Chambers auch sein erstes WM-Gold in der Halle: Der 31 Jahre alte Brite siegte über 60 Meter in der Weltjahresbestzeit von 6,48 Sekunden. Nadine Kleinerts Konkurrentinnen ließen im Kugelstoß-Ring die Muskeln spielen: Die Freiluft-Vizeweltmeisterin aus Magdeburg kam nur auf

19,34 Meter und Rang fünf. Gold ging an die Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk mit 20,85 Metern. "Der Kreis hat sich geschlossen. Es ist meine fünfte Hallen-WM, ich habe mit einem fünften Platz begonnen und heute ist es wieder der fünfte Platz", meinte Kleinert.

Der Franzose Teddy Tamgho setzte am Sonntag einen Glanzpunkt mit einem Hallen-Weltrekord im Dreisprung. Er kam auf 17,90 Meter. Die bisherige Bestmarke von 17,83 hielten gemeinsam der Kubaner Alicier Urrutia und der Schwede Christian Olssen. (dpa)

 

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