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Sport

Schiedsrichter-Affäre

DFB und Amerell einigen sich außergerichtlich

Die geplante Anhörung kam daher nicht zustande. Amerell zog seinen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung auf Unterlassung zurück.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell haben sich in ihrer Auseinandersetzung um angebliche sexuelle Übergriffe außergerichtlich geeinigt.
Foto: dpa

München . Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell haben sich in ihrer Auseinandersetzung um angebliche sexuelle Übergriffe außergerichtlich geeinigt. Das gaben die Beteiligten nach einem dreieinhalbstündigen internen Vorgespräch am Donnerstagnachmittag in München bekannt. Die eigentlich geplante öffentliche Anhörung vor dem Münchner Landgericht kam daher nicht zustande. Amerell zog seinen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung auf Unterlassung daraufhin zurück. Der DFB darf demnach weiter behaupten, Amerell habe in der Vergangenheit mehrere Personen sexuell bedrängt und/oder belästigt.

Im Gegenzug erhält Amerell die Originale der Eidesstattlichen Versicherungen von vier namentlich bisher nicht genannten Referees, die Amerell sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Amerell erfährt dadurch die Namen, die er aber nicht öffentlich machen darf. Als erster hatte FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter aus Sauldorf seinem Förderer Amerell öffentlich sexuelle Belästigung vorgeworfen. Amerell hat alle Vorwürfe stets bestritten. Das 63 Jahre alte ehemalige Mitglied im Schiedsrichterausschuss hat inzwischen alle Funktionen im DFB-Schiedsrichterwesen niedergelegt.

(dpa/abendblatt.de)

Die Entwicklung im Fall Amerell

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