Diskussion
Fall Amerell: Corny Littmann kritisiert den DFB scharf
Hamburg. Der homosexuelle Präsident des Zweitligisten FC St. Pauli, Corny Littmann, hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen dessen Verhalten im Fall Manfred Amerell scharf kritisiert. "Ich finde es sehr unglücklich, wie der DFB damit umgegangen ist. Es heißt immer, man müsse Tabus brechen, offenen Umgang mit Schwulen praktizieren. Das scheint sich in der Praxis schwieriger darzustellen als gedacht", sagte Littmann. Daher sieht der 57-Jährige den früheren Bundesliga-Schiedsrichter Amerell, dem vorgeworfen wird, mindestens einen Referee sexuell belästigt zu haben, "als Täter und Opfer des Systems zugleich".
Amerell hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. "Er ist das Opfer eines Verbandes, der große Probleme hat, mit der Sexualität seiner leitenden Funktionäre umzugehen", sagte Littmann. "Schwule Schiris sind nicht wohlgelitten, wenn sie sich offen verhalten. Deshalb ist es verständlich, dass sich Herr Amerell in seinen Aussagen sehr zurückgehalten hat", sagte Littmann. Das Verhalten sei typisch für jemanden, der jahrelang nicht offen mit seiner Sexualität umgegangen sei.







Branchenbuch Hamburg
Abendblatt auf Facebook
100. Geburtstag
Axel Springer







