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Sport

DFB-Pokal-Viertelfinale

Joker Almeida schießt Werder Bremen ins Halbfinale

Bremen und Hoffenheim lieferten sich einen munteren Schlagabtausch. Der eingewechselte Hugo Almeida markierte den Siegtreffer.

Matchwinner: Hugo Almeida bejubelt seinen Treffer zum 2:1. Der Portugiese wuchtete den Ball per Vollspann aus 25 Metern ins Hoffenheimer Tor.
Foto: dpa

Bremen. Der Titelverteidiger steht im Halbfinale. Dank Edeljoker Hugo Almeida hat Werder Bremen zum 19. Mal das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Portugiese erzielte den Siegtreffer zum 2:1 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim. Der Brasilianer Naldo hatte mit einem Traumtor (27. Minute) die Hausherren in Front geschossen. Nach der Pause ließ Prince Tagoe die Hoffenheimer hoffen (73.), ehe Almeida (76.) für die Entscheidung sorgte.

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Trainer Thomas Schaaf bremste die Euphorie allerdings sofort: „Wir wollten heute hier das Spiel gewinnen, um im Pokal weiterzukommen. Wichtig wird für uns sein, auch in der Liga zu bestehen.“

Bei Schneefall und Minustemperaturen im Weserstadion fanden die Bremer besser ins Spiel und hatten in der 9. Minute die erste Chance per Konter, doch Isaac Vorsah fing eine Hereingabe von Mesut Özil vor dem einschussbereiten Claudio Pizarro ab.

Auf dem aufgeweichten und seifigen Boden taten sich die Bremer vor allem im Abschluss schwer. Hoffenheims improvisierte Vierer-Abwehrkette stand sehr tief, hatte die Werder-Offensive der Anfangsphase aber im Griff.

Bezeichnenderweise war es eine Standardsituation, durch die der sechsmalige Pokal-Sieger in Führung ging: Verteidiger Naldo zirkelte nach knapp einer halben Stunde einen indirekten Freistoß von der linken Strafraumgrenze genau ins lange Eck und ließ TSG-Schlussmann Timo Hildebrand keine Chance.

War das 1:0 für die Schaaf-Schützlinge durchaus verdient, so wirkte der Rückstand auf der anderen Seite wie ein Weckruf: Vor allem über die Außenbahnen wurden die Gäste gefährlicher und profitierten zudem von nun tief stehenden Bremern.

Folgerichtig kamen die Hoffenheimer zu ihren ersten Torchancen. Schon nach gut einer halben Stunde hätte Kapitän Per Nilsson für den Ausgleich sorgen können, doch der Kopfball des Schweden nach einem Freistoß von Maicosuel ging am langen Pfosten vorbei (33.). Tim Wiese sah dabei nicht gut aus.

Es sollte eine der letzten Aktionen des Nationaltorhüters bleiben, der sich einen Nerv im Rücken einklemmte und in der Pause durch Christian Vander ersetzt wurde. Die Nummer zwei im Bremer Tor war anfangs wenig gefordert, wie in Durchgang eins nahmen zunächst wieder die Hausherren das Heft in die Hand. Nach nur wenigen Sekunden hätte Marin für die Vorentscheidung gesorgt, doch einen Schlenzer konnte Hildebrand mit den Fingerspitzen zur Ecke klären.

Rangnick musste reagieren, brachte Tagoe als zusätzlichen Stürmer. Nur 89 Sekunden nach seiner Einwechslung köpfte der Ghanaer ach Flanke von Eichner völlig frei zum 1:1 ein. Den gerade eingewechselten Stürmer hatte kein Werderaner auf der Rechnung.

Die Partie war wieder offen – allerdings nur für knapp zwei Minuten, bis der ebenfalls eingewechselte Almeida einen Konter abschloss. Der Portugiese wurde von Pizarro bedient und wuchtete den Ball per Vollspann aus 25 Metern in den rechten Winkel.

In der Schlussphase warf Hoffenheim noch einmal alles nach vorne. So eröffnete sich den Bremern gleich mehrere Konterchancen: Almeida hätte in der 85. Minute für die Entscheidung sorgen können. Er durchbrach die Abwehr schon an der Mittellinie, legte sich den Ball weit vor und eilte allein auf Hildebrand zu. Ibertsberger störte noch im letzten Moment, bevor der schnelle Stürmer zum Abschluss kommen konnte. (dpa/abendblatt.de)

 

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