1. FC Köln - Hamburger SV 3:3
HSV vergibt den Sieg im Kölner Fußball-Krimi
Ein dramatisches Spiel endet 3:3: Zwei Petric-Treffer reichten dem HSV gegen starke Kölner nicht. Van Nistelrooy kam für zwei Minuten.
Willkommen in der Bundesliga, Ruud van Nistelrooy! Der Niederländer kam kurz vor Schluss in die Partie, doch für den HSV reichte es trotzdem nur zu einem 3:3-Remis in Köln.
Foto: WITTERS/Witters
Köln/Hamburg. Am Ende waren es zwei verlorene Punkte. Der Hamburger SV war nach zwei Minuten in Führung gegangen und lag zwischenzeitlich mit 3:1 in Front. Doch die Anzeige-Tafel des Kölner RheinEnergie-Stadions zeigte nach 90 Minuten auf beiden Seiten eine "3". 3:3 - sechs Tore und jede Menge Torraumszenen. Es war ein hochdramatisches Bundesligaspiel, indem der HSV den sicher geglaubten Sieg gegen spielstarke Kölner leichtfertig vergab. In einer turbulenten Schlussphase wurde eines fast zur Nebensache: Fußball-Weltstar Ruud van Nistelrooy ist endgültig in der Bundesliga angekommen. Genau 14 Tage nach seinem Wechsel von Real Madrid zum Hamburger SV gab der 33 Jahre alte Ausnahmestürmer sein Debüt in der deutschen Eliteliga. "Van the Man" wurde von Trainer Bruno Labbadia in der 90. Minute eingewechselt und erlebte somit das 3:3 (2:1) seines neuen Klubs für einige Minuten auf dem grünen Rasen.
Neben "Van the Man" avancierte Mladen Petric mit einem Doppelpack (36. und 50., Handelfmeter) wieder einmal zum "Mann des Tages". Der Kroate, der angeschlagen ins Spiel ging, war bereits beim 2:1-Sieg des HSV in Köln in der vergangenen Saison (7. Dezember 2008) mit zwei Treffern der Matchwinner. Nationalspieler Marcel Jansen (2.) brachte die Hanseaten früh in Führung, Youssef Mohamad (31.) sorgte für das zwischenzeitliche 1:1 der Kölner (31.). Milivoje Novakovic (75.) traf zum Anschlusstreffer und Adel Chihi (88.) bescherte dem FC schließlich noch einen unerwarteten Punktgewinn.
Rund um das WM-Stadion in Köln kündigten bereits zahlreiche Anhänger mit brandneuen Van-Nistelrooy-Trikots die Anwesenheit des Weltstars an. Um 14.56 Uhr lief der Niederländer dann mit seinem Mannschaftskameraden im Blitzlichtgewitter der Fotografen und unter dem Jubel der Anhänger auf das Feld. "Ruud, Ruud, Ruud" schallte es durch das WM-Stadion.
Dann sahen die 50.000 Zuschauer in der ausverkauften WM-Arena ein erstklassiges Bundesliga-Spiel, der HSV elegant, die Kölner nach zwei Auswärtssiegen in Folge mit großem Selbstvertrauen und Einsatz. Nach nicht einmal zwei Minuten brachte Jansen die Gäste im Nachschuss in Führung. Und der HSV drückte weiter aufs Tempo, Joris Mathijsen scheiterte zunächst mit einem Kopfball an Mondragon, Sekunden später zog der Schwede Marcus Berg knapp am Tor vorbei (jeweils 7.).
Nach den ersten Schreckminuten begann Köln, das unter anderem zum dritten Mal in Folge auf Lukas Podolski und zudem auf den Portugiesen Maniche (Trauerfall) verzichten musste, sich zu wehren. Lohn war das Kopfball-Tor von Mohamad nach Freistoß-Flanke von Petit (31.). Doch der HSV antwortete eiskalt. Nach einem Fehler von Tosic flankte Jansen auf Petric, der in Weltklassemanier zum 1:2 traf (36.).
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Direkt nach der Pause zeigte Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) auf den Elfmeterpunkt. Nach einer Flanke von Dennis Aogo erwischte Pedro Geromel den Ball mit der Hand, Petric verwandelte sicher. Eine Viertelstunde vor Ende traf Novakovic per Freistoß aus 20 Metern und Chihi zum 3:3.









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