Eisschnelllauf: Starterlaubnis für Pechstein
Nur eine Chance: Pechstein darf über 3000 Meter starten.
Das Weltcup-Rennen in Salt Lake City ist für die 37-Jährige die letzte und einzige Möglichkeit, die Qualifikation für Olympia 2010 zu erfüllen.
Höchste Konzentration am Freitag: Claudia Pechstein muss mindestens Achte werden.
Foto: REUTERS
Berlin. Triumphale Rückkehr oder Ende aller olympischen Träume: Claudia Pechstein steht an der Stätte ihrer größten Erfolge vor dem wichtigsten Rennen ihrer 20-jährigen Karriere. Die Berlinerin weiß, was ihr bevorsteht : „Ein Start, ein Rennen, eine Chance. Das ist eine Extremsituation, wie ich sie noch nie zuvor erleben musste.“ Beim Weltcup in Salt Lake City, wo sie vor knapp acht Jahren bei Olympia zwei Goldmedaillen abräumte, ist die Ausgangslage für die 37-Jährige verblüffend einfach. Wird sie im 3000-m-Rennen am Freitagabend (ca. 21.45 Uhr MEZ) mindestens Achte, hat sie die Olympianorm in der Tasche und darf weiter auf die Teilnahme an den Winterspielen 2010 hoffen. Belegt sie den neunten Platz, kann sie Vancouver und wohl auch ihre Karriere abhaken.
Pechstein, bisher wegen auffälliger Blutwerte gesperrt, darf ausschließlich beim Weltcup in Salt Lake City am Freitag über 3000 m starten. Das Weltcup-Rennen im US-Bundesstaat Utah ist für die 37-Jährige die letzte und einzige Möglichkeit, die nationalen und internationalen Qualifikationsbedingungen für die Olympischen Winterspiele in Vancouver zu erfüllen. Das Schweizer Bundesgericht lehnte am Donnerstag ihren Antrag auf Starts über 1000 Meter, 1500 Meter oder im Team-Wettbewerb ab. Zugesagt wurde Pechstein hingegen die Teilnahmeerlaubnis an allen Trainingsmaßnahmen für ihr Rennen auf der Olympiabahn von 2002.
Pechsteins Manager Ralf Grengel wertete die Absage nicht als Rückschlag. „Die anderen Strecken waren in erster Linie als Back-up gedacht, falls beim Rennen am Freitag irgendetwas schiefgeht“, sagte Grengel. Das Schweizer Bundesgericht hatte schon am Dienstag einem Eilantrag Pechsteins zur Starterlaubnis über 3000 m stattgegeben.
Im Utah Olympic Oval will die Berlinerin beim „Kaltstart“ ohne einen vorhergehenden Wettkampf die Olympia-Norm knacken. Ein Unterfangen, dass gegen die komplette Weltspitze selbst nach Auffassung ihres Ex-Trainers Joachim Franke fast unmöglich scheint. Sollte sie Platz acht schaffen, ist der Olympia-Start aber noch lange nicht klar: Es bleibt äußerst fraglich, ob die Schweizer Richter die vom Sportgerichtshof CAS am 25. November bestätigte Zweijahressperre wieder aufheben.







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