Doping im Eisschnelllauf
Pechstein findet „deutliche Hinweise" auf Blutanomalie
Die gesperrte Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat angeblich eine natürliche Ursache für ihre schwankenden Blutwerte gefunden.
Die gesperrte Eisschnelllauf- Olympiasiegerin Claudia Pechstein verteidigt sich mit dem Hinweis auf angebliche Blutanomalien.
Foto: dpa/DPA
Neuss. „Wir haben dem CAS insgesamt sechs medizinische Gutachten vorgelegt. Zwei von ihnen enthalten Befunde, die deutliche Hinweise auf eine natürliche Ursache der schwankenden Retikulozyten liefern“, teilte Pechsteins Anwalt Simon Bergmann einen Tag vor Beginn der Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne mit.
„Wir haben diese medizinisch sehr komplexen Ergebnisse nicht vorzeitig der Öffentlichkeit vorgestellt, damit der CAS unvoreingenommen und auf sachlicher Basis entscheiden kann“, ergänzte Bergmann.
Ein Beweis einer natürlichen Ursache ihrer extrem schwankenden Retikulozytenwerte würde Pechstein komplett entlasten. Der Weltverband ISU hatte die fünfmalige Olympiasiegerin nur anhand dieser Werte für zwei Jahre gesperrt.
Nach Angaben von Pechsteins Manager Ralf Grengel hatte man die medizinischen Expertisen unter „hohem Zeitdruck und unter erheblichem finanziellen Aufwand“ anfertigen lassen und erst am vergangenen Mittwoch zum letztmöglichen Eingabetermin dem CAS zukommen lassen. „Es wäre eigentlich Aufgabe der ISU gewesen, so einen Nachweis zu erbringen, bevor es überhaupt zur Anklageerhebung gekommen ist“, sagte Grengel.








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