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Sport

Mischas Tagebuch

Gespannt auf Schanghai

Ich hoffe, ihr habt Euch keine Sorgen gemacht, weil ich mich seit meinem angekündigten Flug durch den Taifun jetzt schon seit fast 48 Stunden nicht gemeldet habe.

Aber keine Sorge, ich hatte einfach keine Zeit, weil ich nur auf den vollen Straßen Schanghais unterwegs war. Der dreistündige Flug von Tokio war okay, es war zwar sehr windig, aber nicht schlimm. Wir sind gestern gegen 16.20 Uhr Ortszeit (Schanghai ist sechs Stunden weiter als Hamburg) hier gelandet. Um 19 Uhr waren wir im Hotel, und dann habe ich mich nach einem Abendessen gleich schlafen gelegt.

Heute habe ich zwei Stunden trainiert, je 60 Minuten mit dem Tschechen Radek Stepanek und dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez. Der Weg vom Hotel Hilton in der Innenstadt, wo wir wohnen, bis zur Anlage dauert normalerweise 50 Minuten, aber wenn Stau ist, braucht man auch gern mal zwei. Das ist natürlich nervig. Die Anlage ist allerdings eine der besten der Welt. Gespielt wird auf Hartplatz unter freiem Himmel, nur der Center Court ist überdacht. Es ist die Anlage, auf der in den vergangenen Jahren immer der Masters Cup stattgefunden hat, der in diesem Jahr in London gespielt wird. Zum Glück bin ich noch ins Hauptfeld gerutscht, muss also nicht in die Qualifikation, sondern kann morgen in Ruhe die Auslosung abwarten. Im Doppel spiele ich nicht, ich habe gar nicht erst versucht zu melden, weil ich den Cut nicht geschafft hätte.

Bisher habe ich von der Stadt noch nicht viel gesehen, bis auf das, was am Autofenster vorbeirauschte. Ich bin zum ersten Mal in China, deshalb bin ich schon sehr gespannt, mich hier umzuschauen. Am Wochenende werde ich hoffentlich ein paar Stunden Zeit dazu haben, und dann werde ich Euch berichten. Viele Grüße aus Fernost, Euer Mischa!

Der Hamburger Profi Mischa Zverev (22), derzeit an Position 48 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009

 

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