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Sport

Volleyball-EM

Volleyball-Frauen wollen Saison mit Medaille krönen

Das Nationalteam der Frauen im Volleyball will mit der angepeilten ersten EM-Medaille seit sechs Jahren ihre starke Saison krönen.

Die Damen der Volleyball-Nationalmannschaft wollen eine EM-Medaille erspielen.
Foto: dpa/DPA

Breslau/München. „Wenn wir genug Benzin haben, machen wir eine super EM“, hofft Bundestrainer Giovanni Guidetti vor dem Auftaktspiel gegen Titelverteidiger Italien an diesem Freitag in Breslau auf eine letzte Energieleistung nach einem Kräfte zehrenden Sommer. „Die Saison war super erfolgreich. Aber wir sind noch nicht zufrieden. Die Mannschaft kann eine Medaille gewinnen“, verspricht der 37-Jährige vor dem Start der Europameisterschaft in Polen.

Ähnlich wie die Männer haben die Frauen des Deutschen Volleyball- Verbandes (DVV) in diesem Jahr für viele positive Schlagzeilen gesorgt. Erst wurde im Juli leicht und locker das Ticket für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Japan gelöst. Vor einem Monat durften die deutschen Frauen dann beim World Grand Prix überraschend den dritten Platz bejubeln. „Meine Mannschaft hat bei diesem Grand Prix so viel Qualität gezeigt, dass mir für die Zukunft nicht bange ist“, freute sich Guidetti.

Sorgen macht dem Bundestrainer vor dem EM-Start allein, dass seinen 14 Spielerinnen die vielen Partien und anstrengenden Reisen möglicherweise mehr in den Knochen stecken als gedacht. „Das kann passieren. Das ist die einzige kleine Angst“, gesteht Guidetti – und hat sicherlich das Los der deutschen Männer im Hinterkopf. Auch die eilten in diesem Sommer von Sieg zu Sieg, am Ende verfehlten sie bei der EM in der Türkei nicht nur die erhoffte erste Medaille, sondern mit Platz sechs sogar die direkte Qualifikation für die EM 2011.

Gleich im Auftaktmatch am Freitag geht es für die DVV-Frauen richtig zur Sache: „Italien ist einer der großen Titelaspiranten in diesem Turnier und natürlich eines der besten Teams der Welt. Das wird eine ganz schwere und zugleich sehr wichtige Aufgabe für uns“, sagte Guidetti. Weitere Gegner in der Vorrundengruppe B sind am Samstag Frankreich und am Sonntag die Türkei, die ersten drei Mannschaften schaffen den Sprung in die Zwischenrunde.

Dass bei der EM alles machbar ist, bewiesen die deutschen Frauen auch bei ihren abschließenden Testspielen gegen Russland. Gegen den Weltmeister gab es am Montag einen überraschend klaren 3:1-Sieg, einen Tag später dann eine knappe 2:3-Niederlage. Kein Wunder, dass Spielführerin Christiane Fürst fast schon ein wenig ungläubig die EM angeht. „Wir haben in diesem Jahr ein starkes Team bekommen und diesen Sommer noch mal einen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin sehr gespannt, was bei der EM für uns möglich ist.“ (dpa)

 

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