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Sport

Mischas Tagebuch

Nach dem Break ging's bergab

Die ersten Runden im Einzel und Doppel hier beim Hallenturnier in Metz sind gespielt, und ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.

Metz. Die ersten Runden im Einzel und Doppel hier beim Hallenturnier in Metz sind gespielt, und ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst? Okay: Meine Negativserie im Einzel ist auf sieben Erstrundenpleiten in Folge angewachsen. Ich habe gegen den Franzosen Michael Llodra (29), die Nummer 134 der Weltrangliste, mit 6:4, 3:6 und 3:6 verloren. Es war wie so häufig: Im ersten Satz habe ich gut gespielt, im zweiten dann bei 2:3 ein dummes Break kassiert, und von da an ging es bergab. Er fing an, in dem Maße stark zu spielen, wie ich abgebaut habe. Mein erster Aufschlag kam gar nicht mehr, und er hat mich häufig am Netz attackiert. Im dritten Satz habe ich gleich am Anfang das Break bekommen, obwohl ich schon 40:15 vorne lag. Er hat da vier Punkte in Serie gemacht, drei davon mit überragenden Winnern. Aber so ist es eben: Wenn es nicht läuft, dann passiert so etwas. Natürlich bin ich jetzt niedergeschlagen, ja, ich bin auch genervt. Aber ich muss versuchen, mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Positiv ist in diesem Sinne, dass ich wenigstens im Doppel eine Runde weiter bin. An der Seite von Rainer Schüttler, der hier ebenfalls im Einzel in Runde eins ausgeschieden war, habe ich die US-Amerikaner Eric Butorac und Scott Lipsky 6:4, 6:4 besiegt. Morgen spielen wir in der zweiten Runde nun ein rein deutsches Duell gegen Philipp Marx und Björn Phau. So ein Doppel ist in unserem Fall wichtig, um Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln. Deshalb werde ich heute Abend auch ganz zeitig zu Bett gehen und mich auf morgen ordentlich vorbereiten. Viele Grüße aus Frankreich, Euer Mischa! Der Hamburger Profi Mischa Zverev (22), derzeit an Position 50 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009

 

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