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Sport

Mischas Tagebuch

Bonjour mes amis! Grüße aus Frankreich

Der Spielplan für das Hallenturnier in Metz, das heute begonnen hat, meint es gut mit mir.

Ich muss erst am Mittwoch zu meinem Erstrundeneinzel gegen den Franzosen Michael Llodra, die Nummer 132 der Weltrangliste, antreten, und so habe ich heute Zeit, um die schöne Stadt ein wenig zu erkunden. Heute Vormittag habe ich mit dem Kasachen Andrej Golubew trainiert, aber den Nachmittag werde ich nutzen, um bei blauem Himmel und 25 Grad an der Mosel zu joggen, die hier mitten durch die Stadt fließt.

Ansonsten werde ich abends ein paar E-Mails schreiben und versuchen, mit meinem neuen Buch weiterzukommen. Ich lese gerade Hermann Hesses „Narziss und Goldmund“. 100 Seiten habe ich hinter mir, und es gefällt mir bislang sehr gut. Über Mittag habe ich auch noch eine Partie Billard gespielt, was ich immer wieder gern tue. Das ist ein schöner Zeitvertreib, wenn man auf der Anlage mal eine halbe Stunde Luft hat.

Gegessen habe ich auch heute wieder auf der Anlage. Bei allen Turnieren gibt es für die Spieler Buffet-Verpflegung. Das Essen ist fast überall gleich. Es gibt Pasta und Reis, Geflügel und Salate, alles abgestellt auf gesunde und ausgewogene Sportler-Ernährung. Ab und an werden von den Veranstaltern aber auch regionale Besonderheiten eingebaut. Hier zum Beispiel gibt es eine schöne Käseplatte, an der ich mich gern bediene.

Im Doppel spiele ich mit Rainer Schüttler morgen gegen die an Nummer vier gesetzten US-Amerikaner Eric Butorac und Scott Lipsky. Davor oder danach, je nachdem wann das Spiel angesetzt wird, werde ich auch noch eine Trainingseinheit als Vorbereitung auf Llodra einschieben, und dann kann es richtig losgehen.Viele Grüße aus Frankreich, Euer Mischa!

Der Hamburger Profi Mischa Zverev (22), derzeit an Position 50 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009

 

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