Durchwachsener Start für die deutschen Tennisspieler bei den US Open. Nur Greul, Haas und Kohlschreiber zogen in die zweite Runde ein.

Simon Greul besiegte den Ecuadorianer Giovanni Lapentti in fünf Sätzen.
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New York. Unerschrocken und mit eisernen Nerven hat Simon Greul einen Fehlstart der deutschen Tennisprofis bei den US Open in New York verhindert. Der 28-Jährige aus Reutlingen setzte sich am Montag in einem Tiebreak-Krimi mit 6:3, 4:6, 3:6, 6:0, 7:6 (11:9) gegen Giovanni Lapentti aus Ecuador durch. Rainer Schüttler konnte die Erwartungen dagegen nicht erfüllen. Nach einem 6:1, 6:7 (5:7), 4:6, 6:2, 3:6 gegen den Tschechen Jan Hernych schied er ebenso aus wie Mischa Zverev und Dieter Kindlmann.
„Nach vier Stunden einen Tiebreak zu spielen, ist nicht einfach. Der Matchball war, glaube ich, draußen. Aber die Schiedsrichter haben ihn gut gegeben“, sagte Greul. Nach seinem mutigen Auftritt kann er sich auf einen Zweitrunden-Einsatz auf einem der großen Plätze bei dem mit 21,6 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Turnier freuen. Sein nächster Gegner ist der fünfmalige Serien-Champion Roger Federer. „Na klar, das wird schwierig bis unlösbar. Aber ich freue mich und werde es genießen; es wird ein tolles Erlebnis.“
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Thomas Haas und Philipp Kohlschreiber konnten Greul am Abend in Flushing Meadows in Runde zwei folgen und den kompletten Fehlstart für das 19 Spieler starke deutsche Aufgebot (zwölf Herren/sieben Damen) verhindern. Haas stand dabei gegen Qualifikant Alejandro Falla aus Kolumbien in der Pflicht. Die Aufgabe für Kohlschreiber, der zum ersten Vergleich mit dem Südtiroler Andreas Seppi antrat, schien dagegen eine Spur kniffliger zu sein, auch wenn Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen „Vorteile für Kohli“ ausgemacht hatte.
Mit hängendem Kopf und den üblichen Selbstbeschimpfungen quittierte Schüttler seine unnötige Niederlage, die sich zunächst nicht angedeutet hatte. Prächtig war der Wimbledon-Halbfinalist des Vorjahres aus den Startblöcken gekommen, doch dann zog mehr und mehr der Schlendrian ein. „Wenn man seinen Vorteil so leichtfertig verspielt, hat man es auch nicht verdient“, sagte Schüttler.
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Das galt auch für Zverev, der wieder an seinen schwachen Nerven scheiterte. Wie schon in der Zweitrundenpartie in Wimbledon gegen Philipp Petzschner kassierte der 22-jährige Hamburger auch beim 6:2, 5:7, 6:3, 4:6, 0:6 gegen den Spanier Marcel Granollers eine Abreibung im fünften Satz. Die erwartete Niederlage bezog Qualifikant Kindlmann mit 3:6, 4:6, 5:7 gegen den Russen Nikolai Dawidenko.
Einen lockeren Einstand feierten derweil die Tennis-Eltern Federer und Kim Clijsters. Mit leichten Siegen räumten sie alle Spekulationen beiseite, ihre kleinen Kinder könnten ihnen die Konzentration rauben. „Ich bin sehr flexibel und die neue Situation ist für mich eine große Herausforderung“, sagte der Titelverteidiger aus der Schweiz. Der 28-Jährige, der am 23. Juli Vater der Zwillinge Charlene Riva und Myla Rose geworden war, setzte sich mit 6:1, 6:3, 7:5 gegen Debütant Devin Briton aus den USA durch.
Auch Kim Clijsters hatte bei ihrem Grand-Slam-Comeback keine Mühe. Die mit einer Wildcard ausgestattete Belgierin besiegte Viktoria Kutusowa aus der Ukraine mit 6:1, 6:1. „Ein bisschen nervöser als sonst war ich schon“, gestand die US-Open-Siegerin von 2005. Ihre nächste Gegnerin ist die an Nummer 14 gesetzte Französin Marion Bartoli sein. Die mit dem US-Basketballer Brian Lynch verheiratete 26 Jahre alte Clijsters war im Mai 2007 zurückgetreten und hatte im Februar 2008 Tochter Jada Ellie zur Welt gebracht. Erst im August war sie in Cincinnati auf die WTA-Tour zurückgekehrt. (dpa)










