Mischas Tagebuch
Große Enttäuschung weicht neuer Zuversicht
Cincinnati. Mit dem Abstand von zwei Tagen habe ich meine Erstrunden-Niederlage beim Mastersturnier in Cincinnati verarbeitet, die große Enttäuschung ist neuer Zuversicht gewichen. Das mag zum einen daran liegen, dass ich mich im Training weiterhin gut fühle und körperlich keine Gründe zur Besorgnis habe. Zum anderen könnte meine gute Laune aber auch daran liegen, dass ich mich in den vergangenen Tagen auch ein wenig verwöhnt habe.
Ich war mehrfach gut essen. Hier in Amerika gibt es für jeden Geschmack die passende Restaurantkette, und so konnte ich mich neben dem obligatorischen Genuss von Fast Food auch beim Italiener „Olive Garden“ an Pasta satt essen. Außerdem war ich gestern bei der „Cheesecake Factory“ und habe den leckersten Käsekuchen gegessen, den es geben kann.
Zudem habe ich die Freizeit genutzt, um in einigen Einkaufszentren ausgiebig zu shoppen. Am Sonnabend werde ich 22 Jahre alt, und ich habe beschlossen, mich mit ein paar Klamotten selbst zu beschenken. Es ist hier alles viel billiger als in Europa, und deshalb decke ich mich in Übersee immer mit neuen Sachen ein. Meinen Geburtstag werde ich im ganz kleinen Kreis feiern. Nur meine Freundin und mein Physiotherapeut werden dabei sein. Dann sind wir übrigens schon in New Haven, wo am Montag das nächste Turnier beginnt. Dort fliegen wir am Freitagvormittag hin. Vorher werde ich jedoch noch ein paar Einheiten absolvieren. Nur Belohnen geht ja auch nicht. Viele Grüße aus Amerika, Euer Mischa!
Der Hamburger Profi Mischa Zverev (21), derzeit an Position 46 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009.







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