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Sport

Mischas Tagebuch

Cincinnati: Mein Gegner ist ein echter Brocken

Seit Freitagnachmittag bin ich nun in Cincinnati, wo morgen das nächste Mastersturnier beginnt. Auch hier ist die Atmosphäre so gut wie in Montreal, die Anlage ist gut besucht, weil derzeit noch das Damenturnier läuft.

Hamburg. Seit Freitagnachmittag bin ich nun in Cincinnati, wo morgen das nächste Mastersturnier beginnt. Auch hier ist die Atmosphäre so gut wie in Montreal, die Anlage ist gut besucht, weil derzeit noch das Damenturnier läuft. Die Menschen interessieren sich für Tennis, und das tut jedem Turnier gut. Die Anlage ist sehr modern, hübsch gestaltet, alles in Blau gehalten. Das sieht edel aus. Die Organisation ist perfekt, jeder Spieler hat einen eigenen Mietwagen erhalten statt des sonst üblichen Fahrdienstes. Das kommt mir sehr gelegen, weil ich auf diesem Weg die Stadt gut erkunden kann. Ich fahre gern mal in kleine Shopping-Malls und schaue mich dort um, aber wenn man dafür immer den Fahrdienst bemühen muss, macht man das nicht mal eben. Deshalb ist es super, ein eigenes Auto zu haben. Das einzige, was mir in Montreal besser gefiel, war das Hotel in schöner Innenstadt-Lage. Hier wohnen wir in einem Standard-Businesshotel an der Autobahn. Aber letztlich ist das auch egal, ich bin dort ja eh nur zum Schlafen und nicht zum Urlaubmachen.

Gestern habe ich mit dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez und dem Rumänen Victor Hanescu trainiert. Wir spielen hier auf normalem Hartplatz, und ich fühle mich körperlich gut in Form. Allerdings ist mein Gegner in der ersten Runde ein echter Brocken. Ich spiele gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu (27), die Nummer 27 der Weltrangliste. Er hat in der vergangenen Woche in Montreal zwar auch in der zweiten Runde verloren, aber nur zweimal im Tiebreak gegen Hamburg-Sieger Nikolay Dawidenko aus Russland. Ich habe gegen Mathieu bislang erst ein Match gespielt, das war Anfang Mai beim Masters in Rom, da habe ich ihn auf Sand in drei Sätzen geschlagen. Wieviel Aussagekraft das hat, weiß ich nicht, denn im Mai war ich in Topform. Wir werden sehen, ob hier in Cincinnati gegen ihn auch was geht. Wann wir spielen, weiß ich noch nicht. Da wir sechs Stunden hinter Hamburg zurück sind, könnte es aber Montagnacht Eurer Zeit sein. Den heutigen Sonntag werde ich zu intensivem Training und intensiver Regeneration nutzen, denn ich habe mir vorgenommen, in Cincinnati nicht gleich in der ersten Runde auszuscheiden wie in Montreal. Viele Grüße aus Amerika, Euer Mischa!

Der Hamburger Profi Mischa Zverev (21), derzeit an Position 46 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009.

 

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