20.02.13

Mittwoch, 20. Februar

Fußball-Ticker: Initiative gegen Homophobie ausgezeichnet

Das Fußball-Geschehen des Tages: Heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Foto: pa/Sven Simon
"Fans gegen Homophobie" wird ausgezeichnet
"Fans gegen Homophobie" wird ausgezeichnet

+++ Landgericht Bremen: Werder darf NPD-Funktionär ausschließen +++

19:25 Uhr: Werder Bremen hat einen NPD-Funktionär rechtmäßig ausgeschlossen. Dieses Urteil hat das Landgericht Bremen verkündet. Die 7. Zivilkammer bestätigte am Mittwoch die Rechtmäßigkeit des Verfahrens, das im November 2011 zum Ausschluss des Politikers beim SV Werder geführt hatte. Das NPD-Präsidiumsmitglied hatte gegen seinen Rauswurf geklagt, das Landgericht stellte bereits im vergangenen Dezember die Abweisung der Klage in Aussicht. Die Werder-Führung hatte die Entscheidung ausdrücklich begrüßt. "Wir sind froh, dass das Bremer Landgericht den Vereinsausschluss bestätigt hat. Wir setzen damit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus", teilte Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer mit.

+++ Gladbach-Trainer Favre kann in Rom beste Mannschaft aufbieten +++

18:57 Uhr: Mit der besten Mannschaft und einer unglaublichen Unterstützung durch fast 10.000 Fans will Borussia Mönchengladbach den Sprung ins Europa-League-Achtelfinale perfekt machen. "Es gibt keine personellen Probleme. Wir hatten seit Samstag Zeit zu regenerieren", sagte Trainer Lucien Favre am Mittwochabend vor dem Abschlusstraining im Stadio Olimpico in Rom. Nach dem spektakulären 3:3 gegen Lazio Rom hoffen die Gladbacher am Donnerstag (19.00 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) auf die Wende beim Tabellenvierten der Serie A. Die zuletzt geschonten Oscar Wendt, Havard Nordtveit, Luuk de Jong und Tolga Cigerci kehren wohl in die Startformation zurück. "Wir werden unsere Möglichkeiten bekommen und unsere Tore schießen", sagte de Jong.

+++ FC Augsburg entschuldigt sich für Fan-Attacke +++

18:01 Uhr: Die Verantwortlichen des FC Augsburg haben sich offiziell für die Vorkommnisse am vergangenen Sonntag entschuldigt, als Fans der Schwaben Anhänger von Schalke 04 auf der Rückreise von einem Auswärtsspiel in Mainz tätlich angegriffen hatten. "Wir bedauern diese Vorfälle und verurteilen ein solches gewaltsames Vorgehen aufs Schärfste. Wir entschuldigen uns ausdrücklich im Namen des FC Augsburg bei den betroffenen Schalker Fans für das kriminelle Verhalten dieser Chaoten. Jeder im Klub ist sich einig, dass dies nicht zum Fußball gehört und nicht nur dem FCA, sondern dem Fußball generell enormen Schaden zufügt", heißt es in einer Pressemitteilung. Man habe Personen befragt, die vor Ort waren, und Kontakt zu Schalke aufgenommen und sich auch offiziell beim Verein entschuldigt. "Fest steht: Wir werden alles daran setzen, die Täter zu ermitteln, und behalten uns drastische Strafen gegen die Verursacher vor", heißt es weiter. Am Sonntagabend war der Schalke-Bus auf den Autohof Mogendorf an der A3, wo schon zwei Augsburger Busse standen, mit Bierflaschen beworfen worden. Eine Scheibe war zu Bruch gegangen. Verletzte hatte es jedoch nicht gegeben.

+++ManUnited-Geschäftsführer David Gill gibt Posten ab +++

16:11 Uhr: Der langjährige Geschäftsführer des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United, David Gill, räumt zu Ende Juni seinen Posten. Das teilte der Premier-League-Club am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Der 55 Jahre alte Funktionär, der bereits seit Oktober Vize-Vorsitzender des englischen Fußballverbandes FA ist, kandidiert bei den Wahlen im Mai für das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA.

Gill hatte 1997 als Finanzdirektor bei United angefangen und 2003 - zwei Jahre vor der Übernahme des Vereins durch die US-Investoren-Familie Glazer – den Geschäftsführerposten angetreten. Ihm folgt sein bisheriger Stellvertreter Ed Woodward nach. United-Trainer Alex Ferguson nannte Gills Abschied einen "großen Verlust für mich". Gill selbst erklärte: "Ich habe an der Seite des feinsten Trainers in der Geschichte des Spiels gearbeitet und war Teil dessen, was ich als besten Club in dem besten Sport der Welt betrachte."

+++Initiative "Fußballfans gegen Homophobie" wird ausgezeichnet+++

15.01 Uhr: Die Fan-Initiative "Fußballfans gegen Homophobie", die im Sommer 2011 von Fans des Berliner Fußballvereins Tennis Borussia ins Leben gerufen wurde, wird im Rahmen des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet. Für ihr bundesweites Engagement gegen Homophobie im Fußball erhält die Initiative zusammen mit anderen Projekten ein Preisgeld von 4000 Euro. 344 Vereine und Initiativen aus ganz Deutschland hatten sich bei dem Wettbewerb beteiligt. "Fußballfans gegen Homophobie" ist ein bundesweites Netzwerk von Fußballfans aus mittlerweile über 30 Fanszenen und geht auf die Abteilung Aktive Fans des Fußballvereins Tennis Borussia Berlin in Kooperation mit dem Projekt "Soccer Sound" des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg zurück. Die Aktion startete im Juni 2011 bei den Respect Gaymes in Berlin mit einem großen lilafarbenen Stadionbanner mit der Aufschrift "Fußballfans gegen Homophobie" und wandert seitdem von der Freizeitliga bis zur Bundesliga durch Deutschlands Stadien und Sportplätze, um ein Zeichen gegen Homophobie im Fußball zu setzen.

+++Schmadtke kämpft um Rausch-Verbleib+++

12:32 Uhr: Sportdirektor Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 kämpft um den Verbleib von Linksfuß Konstantin Rausch. "Ich habe noch Hoffnung", sagte der 48-Jährige der Sport Bild: "Für 96 spricht, dass er bei uns weiß, woran er ist. Das Risiko wäre minimiert." Der Vertrag von Rausch, der sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann, läuft am Saisonende aus. Aus der Bundesliga sollen Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg an dem 22-Jährigen interessiert sein. Bei Hannover kam Rausch zuletzt nur als Einwechselspieler zum Zuge.

+++Mögliches Beckham-Debüt am Wochenende+++

11:22 Uhr: Ein mögliches Debüt von David Beckham im Trikot von Paris St. Germain löst bei der Konkurrenz nicht gerade Angst und Schrecken aus. "So sehr Beckham außerhalb des Platzes ein Star ist, ist er realistisch gesehen nicht die große Gefahr, wie er es früher in der Premier League war", sagte Beckhams Landsmann Joey Barton, der in Diensten des nächsten Paris-Gegners Olympique Marseille steht.

Das sei nicht respektlos gegenüber Beckham gemeint, aber PSG habe so viele begabte Spieler, dass es naiv wäre, sich nur auf Beckham zu konzentrieren. "Ich beneide seine Position nicht", ergänzte Barton: "Ich beneide nicht das große Medienaufkommen, das täglich sein Leben begleitet." Der 37-jährige Beckham hatte Ende Januar einen Vertrag beim Spitzenreiter der französischen Ligue 1 unterschrieben und könnte am Wochenende gegen OM erstmals spielen.

+++Kießling dementiert Kontakte zum BVB: "Ich weiß von nichts"+++

10:08 Uhr: Stefan Kießling hat angebliche Kontakte zum deutschen Fußballmeister Borussia Dortmund abgestritten. "Ich weiß von nichts. Ich bin selbst überrascht. Das ist kein Thema für mich", sagte der Angreifer von Bayer Leverkusen am Mittwoch vor dem Abflug seiner Mannschaft zum Europa-League-Spiel bei Benfica Lissabon.

In den vergangenen Tagen war über das Interesse des BVB an einer Verpflichtung des Angreifers spekuliert worden. "Wenn mein Name in solch einem Zusammenhang fällt, ist das eine Anerkennung. Aber ich möchte nicht, dass dadurch Unruhe hereingetragen wird", kommentierte Kießling, der die Bundesliga-Torjägerliste zusammen mit dem Münchner Mario Mandzukic (jeweils 15 Treffern) anführt.

+++Fifa: Bessere Zusammenarbeit gegen "Krebsgeschwür" Wettbetrug+++

09:34 Uhr: Im Kampf gegen Wettbetrug haben sich der Fußball-Weltverband FIFA, der asiatische Verband AFC und Interpol für strengere Gesetze und eine bessere Zusammenarbeit ausgesprochen. "Wir sind bereit, das Krebsgeschwür Wettbetrug auszurotten. Wir werden nicht ruhen, ehe diese Plage in Asien aufgehalten wurde", sagte der Präsident der Asiatischen Konföderation AFC, Zhan Jilong, auf einem Kongress in Kuala Lumpur (Malaysia). Der Sicherheitsdirektor der FIFA, Ralf Mutschke, drängte auf eine bessere Zusammenarbeit zwischen Verbänden und Behörden: "Wir sperren Spieler und Schiedsrichter auf Lebenszeit, gleichzeitig kommen die Drahtzieher ungestraft davon - sie werden nicht belangt", sagte Mutschke in Bezug auf die Weigerung Singapurs, einen in Italien gesuchten Wettbetrüger festzunehmen. Bei einem Treffen der Sportminister im kommenden Mai in Berlin soll das Thema Wettbetrug erneut auf der Tagesordnung stehen. Laut Europol waren zwischen 2008 und 2011 weltweit fast 700 Fußballspiele verschoben worden, 380 davon in Europa. Die Drahtzieher vermuten die Behörden in Singapur.

Mit Material von dpa und sid
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