Tour de France
Anwalt: "Armstrong will Preisgeld nicht zurückzahlen"
Doping-Skandal: Nach einer Berechnung der BBC vom Vorjahr könnte sich die Summe auf rund 3,9 Millionen Dollar belaufen.
Austin. Lance Armstrong will nach Aussage seines Anwalts Tim Herman sein bei der Tour de France gewonnenes Preisgeld nicht zurückzahlen. Nach einer Berechnung der BBC vom Vorjahr könnte sich die Summe auf rund 3,9 Millionen Dollar belaufen. Das Preisgeld sei laut Herman an die Firma Tailwind Sports geflossen, die hinter den einstigen Armstrong-Team-Sponsoren US Postal und Discovery Channel stand.
Nachdem die US-Anti-Doping-Agentur USADA Armstrong Manipulationen
nachgewiesen hatte, waren dem jetzt 41-jährigen Texaner seine sieben
Toursiege von 1999 bis 2005 aberkannt worden. Danach hatte der
Ex-Radprofi im US-TV eine Beichte abgelegt und sich bereiterklärt, bei
der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA weitergehend auszusagen. Der einstige
Seriensieger will die Reduzierung seiner lebenslange Sperre erreichen.
Laut WADA-Code könnte sie allerdings lediglich in ein achtjähriges
Fahrverbot umgewandelt werden.
Armstrongs Angebot, mit der WADA zu
kooperieren, hätte eine mögliche Prämien-Rückzahlung nicht
eingeschlossen, sagte Herman der US-Zeitung "USA Today". Wie die meisten
Toursieger vor und nach ihm, soll der mit Schadensersatz-Prozessen
konfrontierte Armstrong das Tour-Preisgeld auf Team-Kollegen und
-Betreuer verteilt haben.
















