30.11.12

"Olympia-Lunch"

"Hamburger Mentalität steht Olympischen Spielen im Weg"

Beim "Olympia-Lunch" der Macromedia Hochschule wurde über Hamburgs Chancen als Olympia-Austragungsort diskutiert.

Von Leon Strohmaier
Foto: Behörde für Stadtentwicklung
City Olympics
Ein Olympiastadion an den Elbbrücken, ein olympisches Dorf im Hafen: Wie in diesem Entwurf von 2004 für 2012 könnte Hamburg auch 2028 als Gastgeber der Sommerspiele aussehen

Hamburg. Christian Toetzkes Antwort auf die entscheidende Frage ließ nicht lange auf sich warten. "Hamburg ist infrastrukturell und wirtschaftlich gut aufgestellt, um Olympische Spiele abzuhalten", sagt der Vorstand der Hamburger Eventagentur Upsolut auf dem von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation organisierten "Olympia Lunch". In der Diskussionsrunde unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke wurde der Frage nachgegangen, wie Hamburgs Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung für Olympische Sommerspiele stehen.

Toetzkes grundsätzlicher Einschätzung ließ er jedoch auch Kritik folgen, die die Studenten und Zuhörer sichtlich ernüchterte. Denn, so beliebt und angesehen die Hansestadt national auch sei, international habe Hamburg aber noch einen langen Weg vor sich: "Im Ausland wissen die wenigsten, dass Hamburg Deutschlands zweitgrößte Stadt ist. Fragen sie jemanden nach berühmten Gebäuden in der Stadt. Sydney hat seine Oper, New York hat unzählige Wahrzeichen. Hamburg kann so etwas nicht bieten". Deshalb ist der gebürtige Zweibrückener starker Befürworter der umstrittenen Elbphilharmonie: "Ich denke, dass das Bauprojekt trotz aller Probleme ein vielversprechendes Projekt ist, was die Attraktivität Hamburgs international langfristig steigern wird."

Auch die Hamburger Mentalität hält Toetzke hinsichtlich einer Bewerbung für Olympische Sommerspiele kontraproduktiv. "Die Olympischen Spiele sind das größte und wichtigste Sportereignis weltweit. Think big, think different (denke groß, denke anders) lautet da die Marschroute". Dies sei "unvereinbar" mit dem typischen Hamburger Understatement, so Toetzke weiter.

Aussichtslos sind die olympischen Aussichten für Hamburg jedoch nicht. Um sich international einen Namen zu machen, müsse Hamburg laut Toetzke zunächst versuchen , mit anderen Events zu punkten. Der Unternehmer hat dafür bereits eine Idee: "Ein Ruderevent, eine Ruderweltmeisterschaft – sofern technisch möglich - auf der Außenalster. Weltweit wäre ein solches Event inmitten einer Millionenmetropole ein einzigartiges Projekt, über das noch lange danach gesprochen wird".

So führt der Weg zu Olympischen Spielen in der Hansestadt Christian Toetzke zum Trotz doch über die Hamburger Mentalität: Schritt für Schritt mit der eigenen Stärke punkten.

Der nächste "Olympia Lunch" an der Macromedia Hochschule findet am Donnerstag, den 06.12. um 13:15 Uhr statt. Dann referiert Hamburgs neuer Sportamtsleiter Thomas Beyer.

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