09.11.12

2. Bundesliga

Hertha feiert Schützenfest - Braunschweig strauchelt in Aue

Die Berliner siegten in Sandhausen klar mit 6:1. Eintracht Braunschweig lässt beim 1:1 zwei Punkte liegen. Köln 0:0 gegen zehn Duisburger.

Foto: dapd
SV Sandhausen - Hertha BSC
Bei den Herthanern war die Freude groß, die Sandhäuser verstanden die Welt nicht mehr

Köln. Zweitligist Eintracht Braunschweig bleibt als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball ungeschlagen, hat am 13. Spieltag aber zwei Punkte liegen gelassen. Der Spitzenreiter musste sich am Freitag trotz Führung mit einem 1:1 (1:0) bei Erzgebirge Aue begnügen. Hertha BSC kletterte durch ein 6:1 (2:0) beim völlig überforderten SV Sandhausen zumindest für eine Nacht auf Platz zwei, Aufsteiger Sandhausen ist damit neuer Letzter. Der MSV Duisburg erkämpfte trotz langer Unterzahl ein 0:0 beim erneut enttäuschenden 1. FC Köln und gab erstmals in dieser Saison die Rote Laterne ab.

Vor 7600 Zuschauern in Aue ging Braunschweig zwar dank des siebten Saisontreffers von Kapitän Dennis Kruppke in der 40. Minute in Führung, doch Aue gelang durch Oliver Schröder (69.) noch der verdiente Ausgleich.

Braunschweigs Torhüter Daniel Davari war zuvor auf dem Posten, als er einen Schuss von Aue-Stürmer Halil Savran an den Pfosten lenkte (7.). Glück hatte Braunschweig, als Savran und Jan Hochscheidt Mitte der ersten Hälfte nur die Latte trafen.

8300 Zuschauer in Sandhausen sorgten für eine Saisonbestmarke für den Aufsteiger, doch der SVS hatte gegen eine starke Hertha wenig Grund zu Lachen. Adrian Ramos (28.), Peter Niemeyer (34.), Ronny (68./Foulelfmeter), Sami Allagui (81.), Marcel Ndjeng (89.) und Ben Sahar (90.) trafen für Berlin, Andrew Wooten (75.) für die überforderten Gastgeber. Sandhausens Schlussmann Michael Langer sah nach einer Notbremse die Rote Karte (64.).

Hertha dominierte die Partie von Beginn an und war zunächst über Standards gefährlich. Nach einem Freistoß von Ronny köpfte Peter Niemeyer (9.) an den Pfosten. Nach einer knappen halben Stunde sorgte der Kolumbianer Ramos für die Führung, danach nahm das Unheil für chancenlose Hausherren seinen Lauf.

Auf der Stelle tritt in der unteren Tabellenhälfte der 1. FC Köln, der wie beim 0:2 in Aalen ohne Treffer blieb. Dabei spielten die Gäste aus Duisburg fast 70 Minuten in Unterzahl, nachdem Branimir Bajic (21.) die Rote Karte gesehen hatte. Bajic hatte Sascha Bigalke als letzter Mann zu Fall gebracht.

Köln fand vor 39.900 Zuschauern nur schwer ins Spiel und konnte die Gäste auch nach dem frühen Platzverweis nicht in Bedrängnis bringen. Beste Gelegenheit war noch ein Freistoß von Adil Chihi, den Duisburgs Schlussmann Felix Wiedwald abwehren konnte (29.). Beim Weg in die Kabine wurden die Kölner von einem Pfeifkonzert begleitet. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FC den Druck und drängte auf die Führung, blieb aber glücklos.

sid
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