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Sport

Tour de France: Schwerer Sturz von Jens Voigt

Riis macht Voigt Hoffnung auf 13. Tour

Bjarne Riis hat dem Jens Voigt Hoffnungen auf ein Engagement beim Saxo-Bank-Team nach dem Karriereende in Aussicht gestellt.

Der Sturz von Rad-Profi Jens Voigt schockte die Beobachter.
Foto: REUTERS

Bourg-Saint-Maurice. Teamchef Bjarne Riis hat dem verletzten Jens Voigt Hoffnungen auf die 13. Tour-Teilnahme gemacht und dem Berliner ein Engagement beim Saxo-Bank-Team nach dem Karriereende in Aussicht gestellt. „Natürlich kommt er für die nächste Tour infrage. Für mich ist er noch frisch. Er macht Superarbeit für die Jungs“, sagte Riis vor dem Einzelzeitfahren am Donnerstag in Annecy. Der dänische Tour- de-France-Sieger von 1996 erklärte, dass Voigt nach seinem Horror- Sturz, bei dem sich der Radprofi am Dienstag einen Jochbeinbruch und eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, noch „einige Tage“ im Krankenhaus in Grenoble bleiben müsse: „Es geht ihm aber schon wieder überraschend gut und er macht schon wieder Späße.“

 

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Hintergrund

Er habe in einem Telefonat sogar Mühe gehabt, den Eifer des 37- Jährigen zu bremsen. „Er fragte schon: Was ist mein nächstes Rennen? Etwa die Dänemark-Rundfahrt?“ Da diese aber bereits am kommenden Mittwoch beginne, habe er dem fünffachen Familienvater gesagt:„Ruhig, Junge.“

Voigts Ehefrau Stephanie berichtete in der „Bild“-Zeitung, dass ihr Mann mehrere Platzwunden am Kopf und an der Schläfe habe, „die genäht werden mussten. Auch an Händen und Fingern wurde er genäht.“ Als sie gemeinsam mit ihren Kindern die schrecklichen Unfall-Bilder im Fernsehen sah, habe sie Angst gehabt, „dass er querschnittsgelähmt ist oder eine schlimmere Kopfverletzung hat. Dann hat mir jemand gesagt, es gab das Gerücht, dass er tot wäre.“ Am Dienstagabend dann die Erleichterung:„Gegen 22 Uhr rief er mich an. Jens war gut gelaunt, meinte, es gehe ihm gut“, schilderte Stephanie Voigt.

Nach Voigts aktiver Laufbahn will Riis weiter mit dem 37-Jährigen zusammenarbeiten. Er könne sich vorstellen, dass der zweifache Tour- Etappensieger etwa als Repräsentant für die dänische Equipe arbeite. Erste Gespräche über die Zukunft habe er mit Voigt, der mindestens bis Ende 2010 fahren will und auch ein Angebot des neuen britischen Sky Teams haben soll, schon geführt. Riis:„Jens ist nicht nur auf dem Rad gut. Ich möchte auch nachher mit ihm arbeiten.“ (dpa)

 

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