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Sport

Tödlicher Unfall im Motorsport

Todesfall von Surtees' Sohn erschüttert Motorsport

Der tödliche Unfall des Sohns von Formel-1- und Motorrad-Weltmeister John Surtees, Henry Surtees, erschüttert die Motorsport-Welt.

Der britische Formel 2-Pilot Henry Surtees mit seinem Vater John Surtees während dem Formel 2-Rennen in Spa-Francorchamps. Der 18-Jährige starb nach einem schweren Unfall bei einem Lauf der neuen Formel-2-Serie im britischen Brands Hatch.
Foto: www.formulatwo.com

Hatch/Hamburg. Der 18-jährige Henry Surteesstarb nach einem schweren Unfall bei einem Lauf der neuen Formel-2-Serie im britischen Brands Hatch. Henry Surtees war von einem herumfliegenden Rad eines anderen Wagens am Kopf getroffen worden. Der ehemalige Formel-BMW- Pilot war daraufhin am Sonntag wohl bereits bewusstlos und ungebremst in der darauffolgenden Kurve mit seinem Auto in die Streckenbegrenzung gekracht. „Was gestern in Brands Hatch passiert ist, ist eine Tragödie“, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Montag. „Wir kannten Henry aus seiner Lehrzeit in der Formel BMW. Meine Gedanken sind bei seinen Eltern John und Jane Surtees.“ „Henry ist vom ersten Tag, an dem er in einem Kart saß, seinem Herzen gefolgt“, sagte Vater John in einer Erklärung. Er sei ein toller Mensch und „ein liebevoller Sohn gewesen. Er wird aufs tiefste vermisst“, meinte der 75-Jährige. Theissen bezeichnete Henry Surtees als feinen Kerl, „der am Beginn einer aussichtsreichen Karriere im Motorsport stand“. Neben dem Internationalen Automobilverband FIA brachte auch die italienische Traditionsmarke Ferrari, für die John Surtees 1964 den WM-Titel geholt, in einer offiziellen Mitteilung ihr Mitgefühl zum Ausdruck. „Der Vorsitzende Luca di Montezemolo und Ferrari fühlen sich John Surtees in diesem Moment großer Trauer eng verbunden“, schrieb die Scuderia.

Am Tag vor seinem Unfall hatte Henry Surtees sich noch über seinen ersten Podestplatz in der neuen Rennserie freuen dürfen. Er war auf Rang drei gefahren. In der 9. von 19 Runden im zweiten Rennen auf dem britischen Kurs passierte dann der Unfall, als der Wagen des vor Surtees fahrenden Jack Clarke in der Rechtskurve Westfield Bend von der Strecke abkam und seitlich in die Leitplanken einschlug. Dabei löste sich unter anderem das linke Hinterrad, das anschließend quer über die Strecke rollte und Henry Surtees am Kopf traf. Wie in der Formel 1 ist auch in der Formel 2 das offene Cockpit der größte Gefahrenbereich für die Piloten. Dort sind sie – mit Ausnahme durch den Helm – weitgehend ungeschützt vor herumfliegenden Trümmerteilen oder Rädern. Henry Surtees, der 2007 in der Formel BMW fuhr, wurde umgehend an der Strecke behandelt, das Safety Car kam raus, der Pilot wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort bestätigte ein Sprecher den Tod des Teenagers, dessen Vater Rennsportgeschichte geschrieben hat. Als einziger fuhr der mittlerweile 75-Jährige den WM-Titel auf vier und zwei Rädern ein. Ausgerechnet in Brands Hatch, wo nun sein Sohn auf so tragische Weise ums Leben kam, gab John Surtees mit 16 Jahren sein Debüt bei einem Motorradrennen. 1956 fuhr er in seinem zweiten Jahr auf einer Augusta-Werksmaschine in der 500-ccm-Klasse seinen ersten WM-Titel ein. Von 1958 an dominierte John Surtees mit einer völlig neuen Kurventechnik die 350er- und 500er-Klasse und ließ sechs weitere Weltmeisterschaften folgen. 1960 wechselte er in die Formel 1. 1964 wurde er auch dort Weltmeister. (dpa)

 

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