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Sport

Paralympics

Provokante Werbung für den Behindertensport

Im Chor zählten Sportsenatorin Karin von Welck, Paralympics-Teilnehmerin Simone Kues und Frank Thomas Hartleb, Sportdirektor des Deutschen Behindertensportbundes, gestern Mittag den Countdown herunter. Dann entrollte sich am Spielbudenplatz ein gigantisches Poster.

Hamburg - Auf 120 Quadratmetern ist dort Simone Kues zu sehen: Bei den Paralympics 2008 holte sie Silber im Basketball.

Das Riesen-Plakat ist Teil einer groß angelegten Werbekampagne der Kreativagentur Red Rabbit, in Auftrag gegeben vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Hamburg. Behinderte sollen so im Vorfeld der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver (Winter) und 2012 in London (Sommer) motiviert werden, sich für den Sport zu begeistern und einem der zahlreichen Vereine beizutreten.

Die abgebildeten Sportler werden dabei als starke Vorbilder präsentiert. "Es gibt schon genug kuschelige Partnerschaftsaktionen", sagt Andreas Geyer, Geschäftsführer von Red Rabbit. "Wir wollen die Leistung und das Selbstbewusstsein der Athleten in den Vordergrund stellen." Dazu wurden provokante Zitate der Sportler auf den Plakaten verewigt. Das kam das gut an: "Endlich spricht jemand aus, wofür wir wirklich stehen", freut sich Kues. (hpdl) (hpdl)

 

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