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Sport

Mischas Tagebuch

Zerrung im Oberschenkel

Irgendwie ist es ein komisches Wochenende, denn ich weiß noch gar nicht, was mich in den kommenden Tagen erwarten wird.

Hertogenbosch. Irgendwie ist es ein komisches Wochenende, denn ich weiß noch gar nicht, was mich in den kommenden Tagen erwarten wird. Seit Sonnabendnachmittag bin ich in Hertogenbosch in den Niederlanden, wo heute eigentlich das nächste Rasenturnier, die Generalprobe für Wimbledon (Start 22. Juni), beginnen sollte. Allerdings hat es hier bislang den ganzen Tag geregnet, so dass die Qualifikations-Matches in der Halle gespielt werden müssen. Niemand weiß, ob die geplanten Hauptfeld-Matches heute und auch morgen gespielt werden können.

Ich konnte bislang noch gar nicht trainieren, war nur locker laufen und kann deshalb auch nicht einschätzen, ob die Zerrung im linken Oberschenkel, die mir am Freitag in Halle in Westfalen bei meiner Viertelfinal-Niederlage gegen Tommy Haas Probleme gemacht hat, überhaupt zulässt, dass ich hier an den Start gehe. Heute Abend will ich mit Rainer Schüttler einen Trai-ningsversuch wagen – wenn es denn aufhört zu regnen.

Mein Erstrundeneinzel ist für morgen angesetzt. Mein Gegner wäre der Franzose Michael Llodra (29), die Nummer 126 der Welt-rangliste. Gegen ihn habe ich im Einzel noch nie gespielt, kenne ihn aber gut, weil wir zuletzt bei den French Open im Doppel gegeneinander antreten mussten. Er spielte mit Fabrice Santoro, ich mit dem Serben Dusan Vemic, mit dem ich auch hier in Hertogenbosch fürs Doppel gemeldet habe. Damals haben wir gewonnen. Hier treffen wir in der ersten Runde auf Johan Brunström (Schweden) und Jean-Julien Rojer (Curacao). Wann das angesetzt ist, steht noch nicht fest.

Llodra ist Linkshänder, er spielt sehr direkt und aggressiv, viel Serve and Volley, und er ist ein guter Rasenspieler. Aber der Rasen hier ist eigentlich ein Hartplatz mit ein wenig Gras drauf, deshalb muss man mit Voraussagen aufpassen. Im ver-gangenen Jahr hat mit David Ferrer hier ein Spanier gewonnen, der Rasen nicht wirklich als Lieblingsbelag nennt. Für mich ist jetzt erstmal wichtig, dass der Oberschenkel hält, und dann werden wir sehen, wie weit ich kommen kann. Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche. Viele Grüße aus den Niederlanden, Euer Mischa!

Der Hamburger Profi Mischa Zverev (21), derzeit an Position 45 der Weltrangliste geführt, berichtet exklusiv für abendblatt.de von seinen Erlebnissen im Tennisjahr 2009

 

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