Eine neue Variante des Denksports zieht ein
Gehirnjogging mit Kung-Fu-Schach
Im Yu Yuan-Teehaus hinter dem Völkerkundemuseum trafen sich zu Pfingsten die Schnelldenker, um die Vorschlussrunde der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Chinaschach auszutragen.
Begeisterte Schachspieler im Teehaus.
Foto: Privat
Hamburg. Bundesliga einmal anders. Kein Fahnenschwenken und Tröten, sondern leises Klappern von Porzellangeschirr und fast körperlich spürbare mentale Anspannung bestimmten das Spielwochenende an der Rothenbaumchaussee. Im Yu Yuan-Teehaus hinter dem Völkerkundemuseum trafen sich zu Pfingsten die Schnelldenker, um die Vorschlussrunde der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Chinaschach auszutragen.
Das "Xiangqi", wie es in Fernost heißt, ähnelt der hierzulande üblichen Variante des Mattsports, ist aber deutlich dynamischer, vor allem, weil die Gegner auf dem Brett sogar virtuelle Kanonen einsetzen. In der Volksrepublik ist das rasante Xiangqi ein Massenvergnügen, gut eine halbe Milliarde Menschen macht Gehirnjogging mit Kung-Fu-Schach. Chinas Generalkonsul Ma Jinsheng persönlich eröffnete die erste Partie, nach sechs Runden siegte Romeo Xue (40) aus München (4,5 Punkte). Der Hamburger Marketingexperte Norbert Schäfer (46) wurde Dritter (4 P.) und sicherte sich damit alle Chancen, für die Nationalauswahl nominiert zu werden, die Ende August zur WM nach China fliegt.







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