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Sport

Hamburger Traberkolumne

Der neue Chef heißt Peter Heitmann

Der neue 1. Vorsitzende des Hamburger Traberzentrums heißt Peter Heitmann. Der 59-Jährige aus Delingdorf ist einer der erfolgreichsten deutschen Trabrennfahrer.

Der neue HTZ-Vorstand mit Peter Heitmann, Detlef Callsen, Christian Schulz, Sönke Gedaschko (v. li.).
Foto: HTZ

Hamburg. Die Entscheidung ist gefallen: Peter Heitmann ist neuer 1. Vorsitzender des Hamburger Trabzentrums (HTZ). Der 59 Jahre alte Trabertrainer aus Delingsdorf bei Bargteheide wurde von der Mehrheit der 43 stimmberechtigten Mitglieder zum Nachfolger der zurückgetretenen Elisabeth Kiausch gewählt. Heitmann erhielt 24, der Hamburger Bäckermeister Kurt Pritsch als Gegenkandidat 13 Stimmen. Zum neuen HTZ-Vorstand gehören auch die Amateurfahrer Sönke Gedaschko als 2. Stellvertreter und Christian Schulz als Schatzmeister.

Heitmann, mit über 4000 Siegen einer der erfolgreichsten deutschen Trabrennfahrer und zweimaliger Derbysieger (1978 mit Ada, 1989 mit Grimaldi), kündigte umfangreiche Verbesserungen an: Mit Unterstützung der Vermarktungsgesellschaft Win Race sollen die Rennpreise auf 1200 Euro je Rennen (bisher 825 Euro) erhöht, die Lichtanlage modernisiert und das Rennbahngeläuf saniert werden. Außerdem sollen die Stallungen renoviert werden. Win-Race-Gesellschafter ist Christian Herz, Sohn des Hamburger Gestütsbesitzers und Traberzüchters Günter Herz. „Die Familien Herz und Heitmann verbindet seit langem eine Freundschaft“, sagte Peter Heitmann.

"Wenn all das, was versprochen wurde auch realisiert wird, dann kann das nur gut für den Trabrennsport sein", sagte der zweimalige Weltmeister Heinz Wewering, der regelmäßig in der Hamburger Trab-Arena Rennen fährt. Er gehörte zum bisherigen HTZ-Vorstand und hatte nach eigener Aussage "nie irgendwelche Probleme, wenn Leute ans Ruder kommen, die meinen, es besser machen zu können". Wewering weiter: "Ich glaube, dass die Familie Herz den Trabrennsport in Hamburg unterstützen wird."

Externe Unternehmensberater werden in den nächsten Tagen die finanzielle Situation beim Hamburger Trab-Zentrum durchleuchten. Bei einer Überschuldung, so Vorstands-Vize Gedaschko, soll auch über die Möglichkeit eines Insolvenzantrages nachgedacht werden.

Der ursprünglich für diesen Donnerstag geplante Renntag in Hamburg wurde auf den 8. Mai (18.30 Uhr) verlegt. Hintergrund: Die Traber wollen dem UEFA-Cup-Spiel des HSV gegen Werder Bremen aus dem Wege gehen.

 

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