Sportförderung
Neuer Plan: Mehr Geld für Hamburgs Spitzensportler
Bis zu 1500 Euro im Monat sollen die Besten vor London 2012 erhalten.
Hamburgs Spitzensportler sollen für die Olympiade 2012 besser gefördert werden.
Foto: EPA
Hamburg. Auf Hamburgs Spitzensportler kommen keine goldenen, wohl aber bessere Zeiten zu. Renko Schmidt, ehemaliger Manager des Teams Hamburg, fordert, die finanzielle Förderung in den letzten anderthalb Jahren vor den Olympischen Sommerspielen 2012 in London erheblich aufzustocken. "In der heißen Phase seiner Olympiavorbereitung sollte kein Athlet mit weniger als 1500 Euro pro Monat auskommen müssen. Wenn es um Olympia geht, darf niemand existenzielle Sorgen haben", sagte Schmidt dem Abendblatt. Bisher erhalten die Olympiakandidaten der Stadt, die als Team Hamburg auftreten, - neben Zuwendungen aus der Stiftung Sporthilfe, ihren Vereinen und Verbänden - in der Förderstufe eins zusätzlich 400 Euro im Monat, die Mitglieder des Perspektivkaders 150 Euro. Das wird in den nächsten zwei Jahren der Regelfall bleiben. Die angedachten Änderungen würden von 2011 an greifen. Derzeit wird das Team für London zusammengestellt. Die Gelder werden rückwirkend vom 1. Januar 2009 gezahlt.
"Wir müssen künftig flexibler reagieren können und sollten in Hamburg eine Förderstufe 1a schaffen, damit eine Gesamtförderung von bis zu 1500 Euro möglich wird", regt Schmidt an, der im Juni in den dann fünfköpfigen Vorstand des Teams berufen werden soll. Einen Präzedenzfall gibt es bereits. Um den Schwimmer Steffen Deibler (21) im September 2008 nach Hamburg zu holen, wurde dem mehrmaligen deutschen Meister vom Team Hamburg eine monatliche Unterstützung von bis zu 1000 Euro garantiert. Inzwischen müssen die Mittel nur noch zum Teil aus dem Teambudget aufgebracht werden.
Die Stadt, die Stiftung Leistungssport und der Hamburger Sportbund (HSB) stellen weiter je 50 000 Euro pro Jahr für das Team bereit. Im vergangenen Olympiajahr wurden mit insgesamt 280 000 Euro 48 Sportler unterstützt. Die restlichen 130 000 Euro kamen aus der Wirtschaft. Deren Zusagen für die Olympiade bis 2012 stehen größtenteils aus.
Unklar bleibt auch die öffentliche Darstellung des Teams. Im vergangenen Olympiazyklus repräsentierten Schmidt als Teammanager und Britta Herrschaft als Geschäftsführerin das Projekt bei Sportlern und Unternehmen. Jetzt schuf der Vorstand - Rolf Reincke (HSB), Michaela Petermann (Sportamt), Ingrid Unkelbach (Olympiastützpunkt) und Reinhard Wolf (Handelskammer) - beide Posten ab. Schmidt und Herrschaft sollen jedoch weiter für das Team arbeiten. Wer künftig welche Kompetenz hat, darüber wird gestritten. Sicher ist nur: Der Vorstand will mehr Einfluss nehmen.








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