Hamburger Mode-ABC
B wie Baskenmütze
Die stilvolle Alternative zur lapidaren Strickvariante: Die Baskenmütze wärmt und bringt französisches Lebensgefühl ins winterliche Hamburg.
Mon dieu! Ihren Namen verdankt sie einem Missverständnis. Von höchster Ebene. Als Frankreichs Kaiser Napoleon III. mit seiner Gattin ins Baskenland reiste, war er verzückt über die flache Kopfbedeckung aus Filz, die er dort auf den Straßen sah. Fälschlicherweise nannte er sie "béret basque" – Baskenmütze. Ursprünglich stammt die Kappe allerdings aus der Nachbarregion Béarn. Da es äußerst unklug wäre, einem Kaiser zu widersprechen, hält sich bis heute diese Bezeichnung.
Spätestens seit den 50er-Jahren wird die Baskenmütze ohnehin weit über Frankreichs Grenzen hinaus getragen. Künstler und Intellektuelle wie Heinrich Böll oder Rudi Dutschke schmückten sich genauso mit ihr wie die Grand Dames Marlene Dietrich und Greta Garbo. In diesem Winter avanciert das Käppchen mit dem kleinen Zipfel zum echten Trend-Accessoire. Statt, wie das Original, aus Filz, ist sie nun aus Cord, Samt oder Wolle gefertigt. Prints und Pailettenapplikationen werten die Baskenmütze zusätzlich auf. So lässt sich etwas vom Flair Paris' in den trüben Hamburger Alltag retten – und uns vom knusprigen Baguette, dem prächtigen Champs-Élyseés und einem guten Bordeaux träumen. (cru)














