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Berendsohn Rechtsanwälte in Partnerschaft

Im Leben gehören Trennungen zu den meist schmerzlichen Erfahrungen, sei es im Job beim Verlust des Arbeitsplatzes durch Kündigung oder privat bei einer Scheidung vom Ehepartner. Um sich zu schützen, ist es sinnvoll, frühzeitig den Rat von Fachanwälten einzuholen. Denn die komplexen rechtlichen Bestimmungen und möglichen Folgen können Betroffene nicht überblicken.

So vertritt Fachanwalt Friedrich-Wilhelm Reineke seit 20 Jahren in Arbeitsrechtsprozessen beide Parteien - Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Firmen nicht von heute auf morgen kündigen, sondern dass es gewisse Anzeichen oder Vorboten gibt, mit denen der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter quasi testen möchte, wie sich eine Trennung anbahnen kann." Dies können Überstunden sein oder ein anderes Arbeitsgebiet, Aufgaben, die der Arbeitnehmer nicht so reizvoll findet. Lehne dieser dann brüsk ab, sei diese Haltung ungeschickt. Cleverer sei es hingegen, sich prüfend und hinhaltend zu verhalten und sich gegebenenfalls auch das neue Angebot schriftlich geben zu lassen.

"In dieser frühen Phase, in der der Mitarbeiter merkt, dass sich irgendetwas anbahnt, ist bereits eine Erstberatung beim Fachanwalt zu empfehlen", sagt Reineke. Nach kurzer Zeit weiß der Mitarbeiter dann mehr und erhält überdies wertvolle Tipps vom Fachmann. Mit diesem Wissen kann er seinem Arbeitgeber sicherer gegenübertreten. Eine Erstberatung darf laut Gesetz für Verbraucher insgesamt nicht mehr als 190 Euro plus MWSt kosten, wenn nichts anderes vereinbart wurde. "Fragen Sie Ihren Anwalt, was bei ihm die Erstberatung kostet und wie er diese abrechnet", rät Reineke.

Hält der Mitarbeiter bereits eine Kündigung in seinen Händen, muss er umgehend prüfen, wer unterzeichnet hat. Denn jetzt laufen die Fristen. Für eine Klage gilt die Drei-Wochen-Frist. Doch Vorsicht: "Wenn der Büroleiter oder eine Sekretärin mit i.A. oder i.V. unterschrieben hat, gilt eine Frist von nur wenigen Tagen. Der Mitarbeiter sollte also sofort die Kündigung von einem Anwalt prüfen lassen. Sonst gilt diese Kündigung als wirksam", sagt Reineke.

Übrigens: Nur etwa 15 Prozent aller ausgesprochenen Kündigungen werden arbeitsgerichtlich überprüft.

Und für die Anwalts- und Gerichtskosten gilt: Bis zum Abschluss der 1. Instanz trägt jede Seite ihre Kosten selbst. Reineke: "Das ist selbst dann der Fall, wenn ich als Arbeitnehmer den Prozess gewinne." Oder aber die Rechtsschutzversicherung zahlt, sofern, der Betroffene eine abgeschlossen hat.

Die Summe der Anwaltskosten richtet sich nach dem Gegenstandswert. Das sind in der Regel drei Bruttomonatsgehälter. Beträgt das monatliche Gehalt 2000 Euro (also 6000 Euro), schlagen als Anwaltsgebühren bei einem arbeitsgerichtlichen Vergleich rund 1300 Euro (netto) zu Buche. Bei einem Gehalt von 5000 Euro (15.000 Euro) sind 2000 Euro (netto) Gebühren zu zahlen.

Und wie sieht es bei einer Scheidung aus? Wenn sich eine Krise in der Ehe anbahnt, sollte man frühzeitig einen Anwalt hinzuziehen, rät der Fachanwalt für Familienrecht Ernst Mayer von Berendson Rechtsanwälte. Denn es seien viele Punkte zu bedenken. So beginnt bei dem Auszug eines Partners - auch wenn dies nur probehalber geschieht - bereits das Trennungsjahr. "Und zwingend anwaltlich vertreten sein muss derjenige, der die Scheidung einreichen will", sagt Mayer und räumt mit einem häufigen Irrglauben auf: "Man kann nicht zu zweit einen Anwalt nehmen." Wenn es um eine einvernehmliche Scheidung gehe, könne das so geregelt werden, dass derjenige, der den Scheidungsantrag stellt, sich (zwingend) anwaltlich vertreten lässt und der andere der Scheidung nur zustimmt. Mayer: "Aber ich mache auch Beratungen mit beiden Partnern, wenn vorab klargestellt ist, wen ich vertrete. Denn spätestens wenn die Frage auftaucht, wie viel Unterhalt muss mein Mann mir zahlen, wird es schon schwierig."

Ferner gelte, dass eine Ehe erst geschieden werden soll, wenn alle strittigen Punkte geklärt sind. Dazu gehören unter anderem auch die Themen Unterhalt und Zugewinnausgleich. Deshalb dauern Scheidungen manchmal auch Jahre. Vor allem derjenige, der sich nicht scheiden lassen möchte, kann durch Anträge den Prozess hinauszögern. Allerdings gibt es auch Scheidungen, die innerhalb von drei Monaten abgewickelt sind.

Die Kosten für die Scheidung richten sich wiederum nach dem Gegenstandswert, und dieser wird aus dem dreifachen des monatlichen ehelichen Einkommens berechnet. Beträgt die Summe aus beiden Gehältern 5000 Euro, ist der Gegenstandswert 15.000 Euro. Dann kostet die Scheidung etwa 1600 Euro. Die Anwaltskosten können bei einer Erhöhung des Gegenstandswertes durch die Werte der Scheidungsfolgen (Eigenheim) deutlich steigen.

Die Erstberatung beim Anwalt kostet auch in diesem Fall 190 Euro. Ernst Mayer: "Das ist gut investiertes Geld, denn derjenige hat nach dem Gespräch mindestens vier Fragen geklärt: Was ist mein Problem? Wofür brauche ich einen Anwalt? Was kostet die Scheidung? Und was kommt weiterhin auf mich zu - muss das Haus verkauft werden?"

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