Kampen auf Sylt
Ort der Schönen, Reichen und Nackten
Kampen wird auch das "St. Tropez des Nordens" genannt und liegt nur wenige Kilometer nördlich von Wennigstedt.
Es zählt 600 Einwohner und mindestens doppelt so viele Zweitwohnbesitzer. Einige alte Friesenhäuser stammen aus dem 17. Jahrhundert. Kampen besitzt nicht nur Sylts höchsten Punkt, die Uwe-Düne (52 m), sondern auch die höchsten Immobilienpreise. Umso bemerkenswerter, dass die Heide zwischen Ortskern und Kliff seit über 70 Jahren nicht mehr bebaut werden darf. Den damaligen Gemeindevätern können die Kampener für diese Weitsicht heute noch dankbar sein. Und auch für ein einheitliches Erscheinungsbild wurde Sorge getragen. Bereits 1913 hatten die Kampener ein Statut erlassen, das Reetdach und roten Klinker für alle Neubauten vorschrieb. Der Schriftsteller Ernst Penzoldt war auf Grund der reetgedeckten, "zottigen" Dächer der Ansicht, "in der Dämmerung könnte man das Dorf für eine weidende Mammutherde halten".
Wunderschön sind die Landstriche, die den Ort umgeben: Im Südosten zieht sich das Heidegebiet bis nach Kampen, im Norden und Westen folgt eine herrliche Dünenlandschaft mit einem kleinen Wäldchen. Die unberührte und gewaltige Natur zog Mitte und Ende des 19. Jhs. Maler nach Kampen, deren Landschaftsgemälde damals eine ähnliche Wirkung hatten wie heute ein Werbeprospekt. Besonders viele Verleger entdeckten ihr Herz für Kampen. Der Publizistenreigen aus Ferdinand Avenarius, Ernst Rowohlt, Siegfried Jacobsohn und Peter Suhrkamp zog weitere Künstler und Geistesgrößen nach und diese zeigten sich von einem Aufenthalt auf der Insel nicht minder begeistert. Max Frisch schrieb "Man badet hier nackt, und das ist herrlich." Das Interesse war geweckt. Die Aussicht, einen berühmten Schriftsteller unverhüllt in den Dünen anzutreffen, erhöhte die Anziehungskraft des kleinen Ortes ungemein.
Die viel gerühmte Freikörper-Kultur an Kampens Strand, der größere Teil ist FKK-Gelände, sorgte für das gewisse Etwas und viele kamen, um einmal im Jahr inmitten der grandiosen Natur alle Hüllen fallen zu lassen. Andere beurteilten die FKK-Kultur nüchterner. Als Marcel Reich-Ranicki Jahre später nach Sylt kam, erblickte er am Strand nur "Quadratkilometer Schamhaar".
Der kleine Ortskern erstreckt sich rund um die Whiskystraße, deren richtiger Name "Strönwai" kaum noch jemandem geläufig ist. Auf der 300 m kurzen Straßen reihen sich teure Boutiquen, Juweliere und In-Treffs aneinander. Besonders im Sommer steppt der Bär in Kampen. Dann wird flaniert und taxiert, was das Zeug hält. Der Ort hat dementsprechend viele schöne Villen, Hotels und Pensionen anzubieten. Manch ein Urlauber begutachtet lieber die Architektur als Stars und Sternchen. Viele Prominente haben sich ohnehin längst andere Orte gesucht oder aber den Gärtner bestellt, um die Gartenhecken höher ziehen zu lassen.
Kiek mol (in)! Das Rote Kliff gibt den Blick auf Jahrtausend alte Gesteinsformationen frei. Über 4 km lang und bis zu einer Höhe von 35 m ragt das Kliff an der Westküste fast senkrecht auf. Die hier zu Tage tretenden Erdschichten gehören zu der vor 120.000 Jahren abgelagerten Moräne der Saale-Eiszeit. Wenn die Sonne glutrot untergeht, funkelt das Kliff in allen erdenklichen Farbschattierungen und bietet einen einmaligen schönen Anblick. Die Uwe-Düne ist mit 52,5 m die höchste Erhebung der Insel. Sie wurde nach dem Sylter Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen benannt. Über eine Treppe kann man den Sylter Berg erklimmen. Oben angekommen, wird man mit einem grandiosen Rundumblick über die Insel belohnt.
Vogelkoje
Enten wurden hier im Norden von Kampen wenig freundlich behandelt: Ihnen wurde der Hals umgedreht (der elegante Fachbegriff dafür lautet "geringelt"). Dazu wurden künstliche Teichanlagen geschaffen, um Wildenten während des Vogelzuges zum Ausruhen zu verführen. Ein Kojenwärter trieb die ahnungslosen Vögel dann mit Hilfe eines Hundes in ein kompliziertes Fangsystem aus röhrenartigen Drahtgestellen. Heute geht es hier freundlicher zu: Besucher können in dem fast urwaldartigen Biotop die Vogelwelt Sylts entdecken.
Öffnungszeiten: April bis Pfingsten und im Oktober Monntag bis Sonntag 13 bis 16 Uhr, Pfingsten bis September Montag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, November bis März geschlossen. Eintritt: 2,20 Euro, Kinder 1,10 Euro. Lister Str., Tel. 04651-871077.
Inköpen! In Kampen sind alle Labels von Armani, Bulgari, Cartier bis Louis Vuitton zu erstehen. Wer es origineller liebt, sollte einen Spaziergang durch die zahlreichen Galerien machen - letzte Reminiszenz an die Zeit, als Kampen von Künstlern entdeckt wurde.
Galerie Herold
Im Haus Meeresruh zeigt Rainer Herold vornehmlich Werke norddeutscher Künstler, Braderuper Weg 4
Kunst des 20. Jhs., Kurhausstr. 7 Sprotte Seit
Knapp 50 Jahren ist Siegward Sprotte in Kampen ansässig, eine Legende zu Lebzeiten, Alte Dorfstr. 1 Alt-Angler
Antiquitäten, Schmuck, Maritimes, Kunstgewerbe, Gemälde und Grafiken, Hauptstraße. 10
- Weitere Shopping-Adressen: < href="http://www.kampen.de/index.php/in_kampen/shopping" target="_blank">http://www.kampen.de/index.php/in_kampen/shopping
- Weitere Galerien: http://www.kampen.de/index.php/ueber_kampen/kultur/die_galerien
Up n’ Swutsch
Pony
Legendär, seit 40 Jahren der Lieblingsplatz der Party People. Prominenz fällt nicht weiter auf. Dazuzugehören kostet allerdings auch entsprechend. Ab 22 Uhr, Strönwai, Tel. 04651/42 18 2
Diskothek für 17- bis 70-Jährige. Das superschicke Nachtleben kostet zwar keinen Eintritt, dafür liegen die Preise der Drinks dicht an, wenn nicht jenseits der Schmerzgrenze. Gute Musik fördert die gute Stimmung, insbesondere an den »Special-Event«-Abenden. Ab 23 Uhr, Braderuper Weg 3 (Dorfkrug), Tel. 04651/43 40 0 Sturmhaube
Die Bar mit den schönsten Ausblicken! Zum Sonnenuntergang über dem Meer gibt es nicht minder bunte Cocktailträume, dazu Pianomusik oder kleine DiskoWeststrand, Tel. 04651/99 59 40
- Weitere Gastronomie-Adressen: http://www.kampen.de/index.php/in_kampen/gastronomie
Schön slopen
Golf- und Landhaus
Nicht nur für Golfspieler. Englischer Landhausstil, freundlicher Service, dazu Schwimmbad und Sauna. 7 Zi., 5 Suiten, Braderuper Weg 12, Tel. 04651/4691-0, Fax 4691-11, www.landhaus-kampen.de/ Haus Achtersteven Ferienwohnungen im grünen Zentrum, Wattweg 2, Tel./Fax 04651/303 19
Haus Rechel
Idyllische Lage, persönlich eingerichtet. 1 Apartment, 8 Zi., Kroghooger Wai 3, Tel. 04651/9849-0, Fax 9849-44, www.haus-rechel.de
Landhaus Südheide
Stilvolles Hotel in einem historischen, 1763 erbauten Kapitänshaus. 15 Zi., 5 Suiten, Sjip-Wai 4, Tel. 04651/9459-0, Fax 9459-11, www.landhaussuedheide.de/
Norderhof Edle Appartements am Strand, Kurhausstr. 39, Tel. 04651/4 14 91, Fax: 4 57 64, www.ida-klein.de Rungholt Das größte Hotel Kampens, ein traditionsreiches Familienunternehmen in Traumlage. Neuer Wellnessbereich mit Schwimmbad. In der Reiterbar fühlt man sich wie auf einem Kreuzfahrtschiff. 21 Zi., 17 Suiten, Kurhausstr. 35, Tel. 04651/448-0, Fax 448-48, www.hotel-rungholt.de
Village
Luxuriöses Design unter Reet. Wellnessbereich, ein kleiner Smart als Leihwagen am Haus. 9 Zi., 5 Suiten, Alte Dorfstr. 7, Tel. 04651/4697-0, Fax 4697-77, www.village-kampen.de
Eeten un Drinken
Dorfkrug Rotes Kliff
Wohlfühlatmosphäre, gute ländlich-norddeutsche Küche, familiäre Bedienung. Alte Dorfstr. 3, Tel. 04651/435 00, www.dorfkrug-kampen.de
Gogärtchen
Der Promitreff in der Restaurantszene. Elegantes Ambiente, dazu mediterrane Küche. Anschließend geht man in die Champagnerbar des Hauses. Strönwai, Tel. 04651/412 42
Grande Plage
Die "Strandburg" auf Pfählen am Kampener Strand. Bistro, Cafe, Sauna sowie Terrasse mit Traumblick. Tel. 04651/88 60 78, www.grande-plage.de
Kupferkanne
Originelles Cafe, das mit seinem unterirdischen Labyrinth wortwörtlich unbeschreiblich ist. Traumhafte Gartenanlage, sensationeller Kuchen, Kaffee aus eigener Rösterei. Stapelhooger Wai, Tel: 04651/410 10, www.kupferkanne-sylt.de
Manne Pahl
Gelungene schweizerisch-friesische Liaison. Gläserne Terrasse zur Straße, hier entgeht einem nichts. Reelle Küche, guter Kuchen. Beliebter Treffpunkt. Zur Uwe-Düne 2, Tel. 04651/425 10, www.manne-pahl.de
Sturmhaube
Die Lage ist fantastisch. Seit der Renovierung befindet sich hier Emma's - ein amerikanisches Restaurant - sehr großzügig, mit offener Küche - und ein Cafe. Riperstig 1, Tel. 04651/99 59 40, www.sturmhaube.de
Hülp
Kurverwaltung, Kaamp-Hüs, Hauptstraße 12, Tel. 04651/4 69 80, < href="http://www.kampen.de" target="_blank">www.kampen.de Zimmernachweis: http://ez.kampen.de/index.php/content/view/full/60
Vergnögen
Kunst und Kultur auf hohem Niveau gibt es vom 1. Juli bis zum 30. September beim Kampener Literatursommer und Kampener Klassikwerkstatt zu sehen und zu hören.
Vom 19. bis 22. Juli wird um die German Kite Surf Trophy 2007 gekämpft: Am Strandabschnitt Buhne 16 geht es um die besten Plätze in den Kategorien Besttrick und Freestyle. Wer erfahren möchte, wo einst die künstlerische und geistige Elite Deutschlands wie Emil Nolde, Thomas Mann, Peter Suhrkamp, A.Jawlensky logierte und was sie in Kampen erlebte, sollte sich die Führung "Auf den Spuren der vergessenen Künstler von Kampen" (Silke von Bremen, Tel. 04651/355 74) nicht entgehen lassen. Mehr unter Sylt Travelmanagement




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