Kleine Fluchten: "Castanea Resort Hotel" in Adendorf
Toskana-Ambiente im hohen Norden
Inmitten eines sanft hügeligen Golfplatzes liegt das von modernem Landhausstil geprägte Hotel.
Das Best Western Premier Hotel: Namensgeber des Domizils ist die Kastanie, deren Farbnuancen im Laufe der vier Jahreszeiten, sich im gesamten Hotel widerspiegeln.
Foto: PR
Nomen est omen: Eine breite, von Kastanien gesäumte Auffahrt führt hinauf zum "Castanea Resort Hotel" in der Lüneburger Heide. Das in strahlendem Gelb gehaltene Gebäude mit dem roten Dach und dem kecken Haubenturm liegt inmitten eines sanft hügeligen Golfplatzes, in den kleine Teiche angelegt sind. "Dieses Anwesen erinnert uns an den letzten Urlaub in der Toskana", sagt ein Ehepaar aus Süddeutschland, das hier ein entspanntes Golf-Wochenende verbringt.
Der Direktor freut sich immer wieder über den Toskana-Vergleich, erklärt aber, dass diese Ähnlichkeit völlig unbeabsichtig war: "Es war die Absicht vom Bauherrn und Inhaber Rainer Adank, hier ein Hotel im modernen Landhausstil zu bauen. Die Teile aus rotem Backstein an der Seite sind eine Hommage an seine norddeutsche Heimat." Das Entree des Hauses hält eine weitere Überraschung bereit. Eine breite, elegante Wendeltreppe windet sich um eine monumentale dunkelrote Säule. "Sieht aus wie der Schornstein auf einem Luxusdampfer", entfährt es meinem Begleiter. Der Vergleich mit einem Schiff ist durchaus passend.
Neben der weitläufigen Halle mit ihren intimen Sitzecken befindet sich die Bar. Während das "Boulevard-Restaurant" in warmen Beigetönen gehalten ist, dominieren im angrenzenden "Kaminzimmer" kräftige dunkle Farben: "Bei uns ist alles auf die Kastanie, lateinisch: Castanea, abgestellt", erläutert der Direktor. "Die Farben variieren von ganz hellen Tönen bis zum satten Rotbraun der reifen Frucht." Die Gästezimmer sind schlicht und hell eingerichtet.
Ein besonderer Service des Hauses: Wer nicht schlafen kann, bekommt vom freundlichen Personal gratis ein Glas heiße Milch mit Honig am Bett kredenzt. Übrigens: Kaffee, Tee und Wasser werden auf dem Zimmer nicht extra berechnet!
Dies ist ein Hotel, in dem wirklich an alles gedacht wurde, was dem Gast den Aufenthalt angenehm gestaltet. Neben den 99 Superior-Zimmern gibt es zwölf De-luxe-Räume und fünf Junior-Suiten. Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen will, bucht die Spa-Suite mit privatem Anwendungsbereich, Massageliege, eigener Sauna, Whirlpool und Balkon. Von erlesener Eleganz ist die Fürstensuite, eine mit antiken Möbeln ausgestattete Maisonette. Der Spa stellt einen weiteren Höhepunkt des Hauses dar. Der Whirlpool wurde hier nicht in einen Nebentrakt verbannt, sondern liegt inmitten eines schön gestalteten Pools. Eine Ruheecke mit exotischen Wandmalereien verleitet nach dem Bad zum Träumen. Wer die Behandlungsräume betritt, wird von einer Skulptur des Malers und Bildhauers Bruno Bruni begrüßt. "Das ist ein Original", erklärt eine Mitarbeiterin des Spa, als sie mich in den "Oriental Spa" begleitet.
Wer im Castanea Resort weilt, sollte auf jeden Fall einen Golf-Schnupperkurs mitmachen. Nach unserer sportlichen Betätigung auf dem Golfplatz verspüren wir Appetit. Im "Castanea Restaurant" bekommen wir einen Tisch am Fenster mit Blick auf den Golfplatz zugewiesen. Das Restaurant bietet ein wohlklingendes Speisenangebot. Nur ein Beispiel: "Variation vom Steinpilz, Schaumsuppe vom grünen Spargel, Frischlingsrücken mit Kürbispüree und Brezelauflauf". Den krönenden Abschluss bilden gratinierte Zimtpflaumen mit Walnusseis. Der Kellner hat uns dazu einen Rotwein empfohlen: "Am besten passt hier ein Chilene." Gute Empfehlung, wie sich zeigt.




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