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Kleine Fluchten

Kleine Fluchten: "Hotel Gates" in Berlin

Frühstück unter Denkmalschutz

Pay-TV und Internet sind kostenfrei, die Lage ist sehr zentral.

Die Rezeption des Hotel Gates in Berlin. Der Entwurf des Empfangstresens stammt vom Berliner Architekten Armand Grüntuch.
Foto: PR

Warum wird das nicht von anderen Hotels kopiert? In jedem Zimmer steht ein PC oder Laptop mit Internetverbindung. Der Gast kommt an und kann seine Mails checken - kostenlos.

120 Zimmer hat das Hotel. Die mit Balkonen gerasterte Fassade sieht gemütlich aus, auch das Innere zeigt sich kleinteilig. Dahinter erstreckt sich ein stattlicher Hof mit drei Quergebäuden. Hier sind die meisten Zimmer untergebracht, sehr geräumig und durchweg modern eingerichtet, alles ist bis ins Detail durchdacht. Das "Gates" erhielt dafür 2008 eine von Fachmagazinen verliehene Auszeichnung Auszeichnung als bestes Vier-Sterne-Business-Hotel hierzulande. "Wir bieten besten Service und beste Qualität für einen günstigen Preis", sagt Direktorin Kirsten Kurbjuhn.

Das herrschaftliche Wohn- und Geschäftshaus wurde 1870 erbaut. Charlottenburg war die bürgerliche Gegenbewegung zum pompbeladenen wilhelminischen Zentrum. Im westlichen Bezirk wollte man Ewiggestrigen zeigen, wie luft und licht, hygienisch und zweckmäßig gebaut werden kann. Um Kurfürstendamm und Bahnhof Zoo entstanden Paradehäuser mit geschmückten Fassaden, detailverliebt bis unters Dach, mit großen Bädern und breiten Treppenhäusern. Letztere und dazu Flure und Fassaden stehen im Gates unter Denkmalschutz. Wie auch der Art-deco-Frühstücksraum mit originalen Kronleuchtern, Spiegeln und Mobiliar.

Irgendwie denkmalgeschützt ist auch der Frühstücksservice: Er wird so lange offeriert, wie der Gast es wünscht. Sonntags wird ein Late Check-out bis 20 Uhr angeboten, die Gäste können nach einem Berlin-Tag noch mal ins Hotelzimmer, bevor sie abreisen. Das schafft Freude und Freunde.

Wer Halbpension bucht, kann im Hotel speisen oder beim Edelitaliener "Pasta & Basta" gegenüber, ohne Zusatzkosten. In der Lobby steht der papageienbunte Berliner Bär Kopf, im Bauch hat er einen Laptop. Er erinnert daran, dass das "Gates" 2002 Europas erstes Internethotel war. Und jetzt auch TV-Hotel ist: Sky und anderes Pay-TV sind kostenfrei.

 

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