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Reise

Kleine Fluchten: Hotel "Benen-Diken-Hof" in Keitum auf Sylt

Ferienglück auf Sylt

Reetdach, strahlendes Weiß und duftende Heckenrosen: Das Landhotel präsentiert sich friesisch einladend.

Die acht Gebäude des „Benen-Diken-Hofs“ sind zum Teil durch einen verglasten „Galeriegang“ miteinander verbunden.
Foto: Pasdzior

Zwei große Koppeln, auf denen Schafe weiden, bestimmen das Bild beim Ankommen. Dann fallen acht Gebäude ins Auge, die sich auf dem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück gruppieren. In ihnen befinden sich die Zimmer, Suiten und Ferienapartments des Romatik-Hotels. Ursprünglich stand hier nur ein Reetdachhaus "hinter dem Deich", was auf Sylter Friesisch "Bene Diken" bedeutet. Es wurde als Ruhesitz eines Kapitäns 1841 erbaut. Die Großeltern des heutigen Besitzers, Claas-Erik Johannsen, betrieben es als Bauernhof. Seine Eltern gaben die Landwirtschaft 1963 zugunsten der Hotellerie auf. Seit 1996 setzt Claas-Erik gemeinsam mit seiner Frau Anja die Tradition fort. Beide haben viele Ideen in die Gestaltung des Hauses eingebracht und eine Oase der Ruhe und Erholung geschaffen.

Die Einrichtung ist überwiegend "friesisch modern interpretiert und reduziert, mit Beziehung zum Ursprünglichen," so die Hausherrin. Das Interieur ist in hellen Farbtönen gestaltet; es wurden ausschließlich hochwertige Materialien verwendet. Für Familien stehen großzügige Apartments mit Küche, mehreren Schlafzimmern sowie Kamin oder Kachelofen bereit. Damit sich auch die kleinsten Gäste besonders wohlfühlen, findet an fünf Tagen pro Woche vormittags ein Kinderprogramm mit verschiedenen Aktivitäten statt. Darüber hinaus gibt es ein Kinderspielzimmer und einen Spielplatz inklusive Betreuung - und natürlich eine große Wiese vor dem Haus zum Herumtoben.

Einen hohen Stellenwert haben Kunst und Kultur in dieser "Insel auf der Insel", wie der Hausslogan lautet. Daher werden in wechselnden Ausstellungen Gemälde, künstlerische Fotografien und Skulpturen gezeigt. Obwohl es sich um ein größeres Haus handelt, mangelt es keineswegs an Intimität. In der gemütlichen Teestube etwa mit ihren alten Delfter Kacheln kann man sich zu selbstgebackenen Kuchen zurückziehen.

Auch der geschmackvoll gestaltete Wellnessbereich und besondere Angebote wie Klangschalenmassagen laden zum Erholen ein. Für Teens und Twens gibt es eigens ein Maniküre- und Pediküre-Angebot im Stil der Hollywoodstars. Ein Schwimmbad befindet sich getrennt vom Wellnessbereich an anderer Stelle des Hotels.

Im Hotelrestaurant bietet Julien Dherbecourt eine anspruchsvolle bodenständige Küche mit französischem Einschlag. Für den aus Nordfrankreich stammenden Küchenchef sind die vielen guten Mitbewerber auf der Insel Herausforderung und Ansporn zugleich. In dem im Landhausstil eingerichteten Restaurant "Kökken" kann man unter Menüvorschlägen von drei bis fünf Gängen sowie Gerichten à la carte wählen. Seit Anfang 2010 ist das Hotel Mitglied im "Feinheimisch", einem Zusammenschluss von Restaurants und Produzenten, die sich als Bewahrer und Förderer einer genussvollen, nachhaltigen und regional geprägten Esskultur verstehen. Auch Einführungswochen in meatbolic balance, mit dem Ziel einer Ernährungsberatung und -umstellung, werden angeboten.

Nach langen Strandspaziergängen, Wattwanderungen oder sportlichen Aktivitäten kann man den Tag schließlich in der gemütlichen Bar des Hauses abschließen.

 

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