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Reise

Kleine Fluchten: Hotel "Village" in Kampen

Stilvolles Haus im Herzen von Sylt

Der persönliche Service und die individuelle Betreuung sind in diesem Haus die oberste Maxime.

Wer die Lobby des exklusiven Hotels "Village" in Kampen auf Sylt betritt, ist beeindruckt: Hier waren Fachleute am Werk. Kein Wunder, die Inhaberin Monika Stütz hat sich auf Inneneinrichtung spezialisiert und betreibt zusammen mit ihrem Mann das Einrichtungshaus "Hüs bi Hüs" im nahe gelegenen Keitum. 1989 übernahm sie das Haus und baute es nach ihren individuellen Vorstellungen um. "Der persönliche Service und die individuelle Betreuung sind meine oberste Maxime", betont sie, wobei es ihr aber besonders wichtig ist, "dass dies mit einer gewissen Distanz geschieht, damit die Idylle der Privatsphäre des Gastes in keiner Weise gestört wird. Er soll hier ein adäquates zweites Zuhause finden, Urlaub von zu Hause machen, sich aber wie zu Hause fühlen."

Dies geschieht in den 14 Wohnräumen, die alle individuell gestaltet sind. "Wirr bieten dem Gast stets genügend Raum für das Wesentliche - nämlich sich selbst", sagt Monika Stütz und fährt fort: "Deshalb achten wir darauf, dass sich alle Details zu einem harmonischen Ganzen fügen, das anregt und nicht erschlägt."

In erfolgreicher Teamarbeit mit ihrem Mann wurde hier eine Oase der Ruhe geschaffen. Und da die meisten ihrer Gäste einfach mal abschalten wollen, gibt es keine kulturellen Veranstaltungen, wie so häufig in anderen Hotels. Sich verwöhnen lassen und den Urlaub mit allen Sinnen genießen - so lautet das Ziel aller Bemühungen. "Die Einrichtung soll in Bauch und Gehirn gehen."

Die Stilausrichtung ist in vielen Jahren gewachsen. Da sie viel in Asien gereist ist, fließt hier "ein Hauch von moderner Exotik" mit ein. Als erstes fällt dann auch der beruhigende Farbton Chinarot auf, in dem die Wände der Lobby und einige Zimmer gestrichen sind. Die Möbel und viele Accessoires sind darauf abgestimmt. Hier befinden sich auch die Rezeption und die kleine, holzgetäfelte Bar. Der wuchtige Kamin in der Mitte des Raumes verströmt eine wohlige Atmosphäre. Ein Büchertisch lädt ebenso zum Verweilen ein wie ein Schachbrett. Bambusstöcke und Reetbündel dienen als ausgefallene Dekoration, die diesem Raum ein ganz besonderes Ambiente geben. Couches und Sessel sind mit edlen Stoffen bezogen.

Die Suiten verfügen über einen Kamin und eine Terrasse samt Strandkorb. Die Doppelzimmer unterm Reetdach mit ihren Schrägen sind ebenfalls urgemütlich eingerichtet. Auffallend ist das feine Leinen, unter dem es sich angenehm schlafen lässt. Das große Badezimmer hat alles, was man von einem guten Hotel erwartet, bis hin zum Seifenstück von Bulgari.

Im Souterrain befindet sich der großzügige Frühstücksraum, wobei der Gast hier auch "spätstücken" kann - bis 12 Uhr. Mit einer kleinen Köstlichkeit als Gruß aus der Küche wird man schon morgens überrascht. Das umfangreiche Frühstücksbüffet erfreut vor allem den passionierten Teetrinker, der 14 Sorten erster Güte vorfindet. Wer möchte, kann das Frühstück auch wahlweise auf dem Zimmer oder in der Lobby, bei schönem Wetter auch auf der Terrasse einnehmen. Es gibt ein wechselndes Tagesgericht sowie eine kleine Speisekarte, so dass man auch im Hotel zu Abend essen kann.

Natürlich darf ein Wellnessbereich mit Sauna, Solarium, Fitness- und Massageraum sowie Schwimmbad nicht fehlen. Das Haus, mitten in Kampen gelegen, bietet wirklich alles, was der anspruchsvolle Gast wünscht. Gewöhnungsbedürftig ist nur der grobe Sisalteppich in den Zimmern. Aber wo sonst bekommt man schon auf dem Weg ins Bad eine kostenlose Fußmassage?

 

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