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Reise

Kleine Fluchten: Das "Lundenbergsand" Hotel und Spa bei Husum

Ein Reetdachhaus in erster Reihe

Beste Lage ohne direkte Nachbarn: Wo heute das Hotel steht, brandete einst die Nordsee.

Nur der Deich liegt zwischen dem „Lundenbergsand“ und der Nordsee.
Foto: Pasdzior

Jeder Nordseefan träumt vom einsamen Haus hinter dem Deich, in dem man vollkommen ungestört seine kostbare Zeit verbringen kann. Im Hotel "Lundenbergsand" kann dieser Traum verwirklicht werden. Nicht weit von Husum entfernt, in der Heimat des "Schimmelreiters", liegt bei der kleinen Gemeinde Simonsberg dieses Haus in vollkommen abgelegener Lage. Genau die richtige Herberge, um abzuschalten und durchzuatmen.

Monika und Bernd Peters sind die sympathischen Inhaber. Erbaut wurde das Hotel 1971 von Bernds Eltern. "Wo heute unser Haus steht, brandete früher die Nordsee", erzählt Bernd. Denn nach der schweren Sturmflut im Jahre 1962 wurde im Zuge der Neustrukturierung der Küstenlinie dieses Land wieder dem Meer abgerungen und eingedeicht. 1995 übernahm Bernd mit seiner Frau Monika die Leitung des Hotels.

Bislang lag das Hotel gewissermaßen in einem Dornröschenschlaf und war nur Insidern bekannt, die besonders die abgeschiedene Lage zur Ruhe und Erholung nutzten. Dies änderte sich mit dem gelungenen Ausbau. Fünf neue Juniorsuiten in modernem Stil sowie ein Spa-Bereich sind hinzugekommen. Nach wie vor kann der Gast aber auch in einem der individuell eingerichteten Zimmern - wie dem Kapitänszimmer oder dem Hochzeitszimmer mit dem goldenen Bettgestell - nächtigen.

Und auch das Restaurant ist unverändert im rustikalen friesischen Stil eingerichtet. Der Tresen ist mit schönen Kacheln verziert. Umfunktionierte alte Petroleumlampen erhellen den Raum und viele Accessoires geben dem Ganzen Gemütlichkeit. Witzige und freche plattdeutsche Sprüche an den Deckenbalken, wie "Mok wat du wollt, de Lüd snakt doch" bringen Gäste zum Schmunzeln und unterstreichen die humorvolle Art des Hausherrn. Besonders stolz ist dieser auf seine Bildersammlung des Malers Heinrich Blunck, dessen kolorierte Lithografien und Aquarelle ihn begeistern.

Die Speisekarte ist überwiegend gutbürgerlich ausgerichtet. "Wir verwenden nur hiesige Produkte", sagt der Chef des Hauses. So kommen Fisch und Krabben direkt vom Kutter aus dem Husumer Hafen. Auch das Frühstücksbüfett bietet landestypische Produkte wie eine Auswahl an Räucherfisch, hausgemachte Leberwurst und Zwiebelmett sowie die köstliche Apfelmusmarmelade. "Diese wird am Nachmittag auch als Apfelmustorte angeboten und hat mittlerweile Kultcharakter erlangt, weswegen die Leute sogar von weit her kommen", erzählt der Besitzer.

Schmuckstück des Hauses ist aber die neu errichte Wellnessoase "Watt'n Spa". Kinder sind hier nur in Begleitung Erwachsener erlaubt. Der lichtdurchflutete große Ruheraum mit dem Schwimmbad bietet durch die Panoramascheiben einen weiten Blick auf Felder und Wiesen. Finnische Sauna und Dampfbad tragen ebenso zur Erholung bei wie verschiedene Beautybehandlungen in den modern ausgestatteten Räumen. Und sogar ein Kamin ist vorhanden, der allerdings nur mit Biogas betrieben werden darf. Etwas Besonderes ist das Nordseeschlickdampfbad.

Nur 50 Meter vom Haus entfernt blickt man auf die Nordsee. Ein Badesee befindet sich ganz in der Nähe. Neben Spazierengehen auf dem Deich und Radfahren kommt auch der Golffreund auf seine Kosten; der nächste Platz ist nur sieben Kilometer entfernt. Besonders beliebt und erholsam ist das Wattlaufen.

 

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