20.07.12

Tourismus

Luxus boomt bei Rewe-Bausteinreisen

Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen setzen im Winter verstärkt auf Luxusreisen. Sie rechnen mit fast 20 Prozent mehr Umsatz in diesem Bereich.

Foto: picture alliance / Sergio Pitami/Robert Harding World Imagery
Safari in Kenia
Safari in Kenia

Vilnius. Mit eigenem Chauffeur durch Indien oder mit einem Privatjet durch Kenia: Luxusreisen liegen bei Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen im Trend. Im laufenden Touristikjahr (bis 31. Oktober) rechnen die Baustein- und Fernreiseveranstalter der Rewe-Group mit fast 20 Prozent mehr Umsatz in diesem Bereich. Das teilten sie bei ihrer Katalogpräsentation in Vilnius mit. Zum Winter wird das Luxussegment weiter ausgebaut: Rund 60 neue Hotels und mehrere Rundreisen kommen hinzu.

So wurde zum Beispiel Gorillatrekking in Uganda ins Programm aufgenommen. Weitere neue Reisen von Dertour deluxe führen nach Birma oder mit dem Expeditionsschiff von Grönland nach Kanada. Insgesamt fünf Kataloge beinhalten ausschließlich Luxusreisen.

Gleichzeitig steigen die Preise im kommenden Winter leicht – auf der Fernstrecke im Schnitt zwischen drei und fünf Prozent. Während zur Sommersaison die Preise für Urlaub in den USA und Kanada gesunken sind, müssen Urlauber in Nord-, Mittel- und Südamerika im Winter drei bis zu fünf Prozent mehr bezahlen. Einen deutlichen Anstieg von bis zu zehn Prozent gibt es auf den Malediven. Einer der Gründe dafür seien Steuererhöhungen in dem Inselparadies.

Die Preise für weitere Sonnenziele im Indischen Ozean wie die Seychellen, Mauritius oder Sri Lanka bleiben unverändert. Das gilt auch für den Urlaub in Thailand. Günstiger wird es im südlichen Afrika: Dort müssen Urlauber zwei Prozent weniger zahlen.

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In Europa werden die Ziele Österreich, Schweiz, Zypern, die Balearen sowie die Kanaren teurer: Der Anstieg liegt zwischen zwei und drei Prozent. In Norwegen und Grönland steigen die Preise um fünf Prozent. Deutschland, Frankreich, Ägypten und Tunesien bleiben dagegen auf Vorjahresniveau. Schweden wird acht Prozent billiger.

Das Winterprogramm der drei Veranstalter umfasst 30 Kataloge. Dazu gehören Länder- sowie Spezialkataloge, zum Beispiel für Familien, Homosexuelle oder Sportfans. Die beiden im vergangenen Jahr neu herausgebrachten Kataloge "Familienurlaub ganz nah" und "Gay Travel" seien gut gestartet und würden weiter ausgebaut.

Im Sportsegment erhofft sich Dertour durch die Fußball-WM 2014 in Brasilien einen weiteren Schub. Der Veranstalter bietet als einziger in Deutschland Pakete inklusive Eintrittskarten an. Bei den Olympischen Spielen in London habe man 70 000 Tickets und Reisepakete verkauft – so viele wie noch nie bei Olympischen Spielen.

Weitere Neuheiten bei Dertour sind zum Beispiel eine Golfrundreise durch Vietnam und Kambodscha, eine kulinarische Reise durch Marokko und ein Polarlicht-Workshop in Norwegen. Meier's Weltreisen hat eine Katamaran-Tour vor Thailand und Birma sowie eine Flugrundreise durch die Karibik neu aufgelegt. ADAC-Reisen bietet erstmals eine Städtetour durch New York mit Reiseleitung an. (dpa)

Last-Minute-Urlaub: Auf die Nebenkosten achten
Last-Minute-Urlaub: Auf die Nebenkosten achten
Toller Strand, unschlagbarer Preis, Abflug in zwei Wochen: Viele Last-Minute-Angebote klingen wie das ersehnte Heilmittel gegen die Sommerdepression.
Doch ein solcher Urlaub muss noch lange kein Schnäppchen sein. "Es kommt auf die Nebenkosten vor Ort an", sagte Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam.
Das Problem: Der Paketpreis einer Last-Minute-Reise kann zwar günstig sein, durch die übrigen Ausgaben etwa für Essen, Trinken oder einen Mietwagen verteuert sich der Urlaub aber deutlich. "Das fängt schon beim Fluggepäck an, zum Beispiel für eine Taucherausrüstung."
Fischer-Volk rät dazu, immer auch das Preisniveau im jeweiligen Urlaubsland in die Gesamtkalkulation einzubeziehen. "All-Inclusive ist nicht schlecht, wenn zum Beispiel schon Ausflüge im Preis enthalten sind." Dann sind die Gesamtkosten gut kalkulierbar.
Ansonsten gilt: "Nicht schnell zuschlagen, nur weil das Angebot als günstig beworben wird." Entscheidend sei immer, ob alle Steuern und Gebühren schon im Angebot eingerechnet sind oder ob sich die Reise dadurch empfindlich verteuert. "Urlauber sollten immer mehrere Angebote vergleichen, über Suchmaschinen und im Reisebüro", rät die Verbraucherschützerin.
Ein häufiger Fehler bei Last-Minute-Reisen: Der Urlaub wird kurzerhand gebucht, aber das Ausweisdokument ist überhaupt nicht mehr gültig. "Das kommt häufiger vor", hat Fischer-Volk beobachtet. Gleiches gilt für Impfungen, wobei an den klassischen Zielen für Spontanurlauber seltener ein ausgefallener Schutz nötig ist. "Ganz wichtig ist aber eine Auslandsreisekrankenversicherung."
Reisende sollten sich außerdem auf der Seite des Auswärtigen Amts über das Zielreiseland informieren, vor allem über die Zollbedingungen. "Wenn der Urlauber verbotene Souvenirs mitnimmt, kann die Reise schnell teuer werden", warnt Fischer-Volk.
Oft ändern sich bei Last-Minute-Reisen kurzfristig die Abflugzeiten. "Das ist an der Tagesordnung." Urlauber sollten sich deshalb kurz vor Reisebeginn noch einmal vergewissern, dass die zuletzt angegebenen Zeiten noch gültig sind. Oft gibt es die Reiseunterlagen dann erst am Flughafen. Grund zur Sorge ist das aber meist nicht: "Da gibt es eher keine Probleme." (dpa)
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