Einreiseverbot
Tibet für ausländische Einzelreisende geschlossen
China erlaubt derzeit nur Gruppenreisen ab fünf Personen, begleitet von einem chinesischen Führer. Verbot erfolgte nach Selbstverbrennungen.
Peking. China hat Tibet für ausländische Einzelreisende gesperrt. Mehrere chinesische Reisebüros berichteten, dass Individualtourismus untersagt worden sei. Allerdings könnten noch Reisen mit Gruppen von mehr als fünf Teilnehmern einer Nationalität organisiert werden. Die Gruppe müsse einen chinesischen Reiseführer mitnehmen.
"Die Vorschriften ändern sich ständig", sagte eine Reisebüromitarbeiterin. Die Beschränkungen dürften voraussichtlich zunächst für den ganzen Juni gelten. Ein Grund sei nicht genannt worden. Die Lage war unklar. Ein Reisebüro berichtete, sogar weder Einzel- noch Gruppenreisen mehr zu organisieren.
+++Sicherheit in Lhasa verschärft - Touristen müssen Hotels räumen+++
+++Erstmals Selbstverbrennungen in Lhasa - zwei Tibeter zünden sich selbst an+++
Die Reisebeschränkungen erfolgten nach den jüngsten Selbstverbrennungen von zwei Tibetern in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Mehr als 30 Tibeter haben sich seit zwei Jahren mit Benzin überschüttet und selbst angezündet, um gegen die chinesische Herrschaft über das tibetische Volk protestierten. Als Reaktion waren die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden.
Es wurde auch spekuliert, ob das schon Ende Mai erlassene Reiseverbot für Einzelreisende mit dem hohen tibetischen Festival Sagadawa zusammenhängen könnte, das seit Montag gefeiert wird. Bei dem Fest, das traditionell viele Pilger anzieht, werden die Geburt, der Tod und die Erleuchtung Buddhas gewürdigt.















