Indien zeigt sein Kaleidoskop der Konfessionen
Sieben Rundreisen führen als Religionstourismus zu heiligen Stätten
Mit der Schaffung von sieben umfassenden Rundreiseprogrammen zu Heiligtümern aller Religionen will Indien verstärkt auf religiösen Tourismus setzen. Zu den Zielen gehörten die heiligen Stätten des Hinduismus, des Buddhismus, des Christentums, des Jainismus, des muslimischen Sufismus und der Sikhs, berichtet die Zeitung "Indian Express". Indien als Heimat zahlreicher Religionen gebe "einen gewaltigen Spielraum zur Ankurbelung des Tourismus zu den religiösen Orten", zitiert die Zeitung den indischen Tourismusminister Subodh Kant Sahay.
Der Schwerpunkt des christlichen Religionstourismus werde auf den südindischen Staaten Tamil Nadu, Goa und Kerala liegen, die auf eine fast 2000 Jahre alte christlich-katholische Tradition zurückblicken. Als erster christlicher Missionar hatte der Überlieferung nach im Jahr 52 der Apostel Thomas in Kerala die erste christliche Kirche des Subkontinents errichtet. Von Goa aus begann 1542 der Mitbegründer des Jesuitenordens Franz Xaver seine Missionsreise, die ihn von Indien über Malaysia bis nach Japan führte.
Indien ist der Geburtsort des Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam, heute zweitgrößte Glaubensgemeinschaft des Landes, breitete sich ab dem achten Jahrhundert nach Eroberungen von Teilen des Subkontinents durch islamische Fürsten aus Afghanistan aus.
Neben Zielen zu den religiösen Orten wird die Sarva-Dharma-Rundreise zur "Förderung der nationalen Integration" Tempel, Heiligtümer und Kirchen aller indischen Religionen umfassen. Dazu gehört auch die katholische Herz-Jesu-Kirche in Neu-Delhis Stadtteil Nizamuddin.



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