Kleine Fluchten
Ein Häuschen wächst zum Hotel
Das Waldhotel "Tannenhäuschen" in Wesel besteht in vierter Generation.
Das "Tannenhäuschen" wirkt mit dem dreistöckigen Gebäude gar nicht so klein. "Wir sind kontinuierlich gewachsen", sagt Christiane Hetzel bei der Begrüßung in der modern gestalteten Lobby des Hauses in Wesel.
1902 wurde der Wohnsitz zum Gartenrestaurant mit einem kleinen Saal für Familienfeste in dem 54 000 m² großen Grundstück umgebaut. Es folgte ein Gästehaus mit weiteren Zimmern. Sehr erfolgreich war die Einsetzung des ersten Autobusses, der seit 1927 im Pendelverkehr die Gäste hierher brachte. Nach einer Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges, als Soldaten das Hotel bewohnten, wurde der reguläre Betrieb 1949 wieder aufgenommen. Heute stehen insgesamt 80 Zimmer und Suiten zur Verfügung.
Das Haus wird nunmehr in vierter Generation geführt, wobei es immer auf den ältesten Sohn übertragen wurde. Willi Hetzel wurde hier geboren und wuchs früh in den elterlichen Betrieb hinein. Auch seine Frau Christiane stieg mit ein. "Man wird sogleich mit Haut und Haaren von so einem Hotel gefressen", wie sie sagt. Mit viel Engagement ist sie dabei. "Wir achten immer darauf, was die Wünsche unserer Gäste sind", sagt sie überzeugend.
Und so kann man sich auf eine rundum zufriedenstellende Betreuung freuen. Besonders im großen Wellnessbereich, für den viele Besucher hierher kommen. 28 Behandlungskabinen stehen zur Verfügung, und 30 Mitarbeiter sind hier tätig. Außer einem großen Schwimmbad gibt es noch ein Solebad, und neben Dampfbad und Tepidarium befinden sich im Saunapark eine Rosen-Sauna, ein Valo-Bad und eine finnische Maa-Sauna.
Der Gast wohnt in den älteren, etwas plüschigeren Zimmern oder im Neubau, der 2008 fertiggestellt wurde. Dort herrscht geradlinige Sachlichkeit und fast Minimalismus bei der Möblierung vor. Die Badezimmer sind hell und freundlich gestaltet. Den modernen Stil hat Christiane zusammen mit der Künstlerin Ursula Bröckeler kreiert.
Ins "Parkrestaurant", gelangt man von der Lobby durch das Kaminzimmer. Hier reicht das Angebot von rustikalen Gerichten über verfeinerte Gourmetküche bis zur leichten Wellnessküche. "Richtiges Kochen mit Braten und Soßen kommen gut an, weil die Leute dafür zu Hause kaum noch Zeit finden", hat der Hotelchef bemerkt. Fast alle Produkte werden frisch von einheimischen Erzeugern bezogen.














