Stormarn
08.01.07

Tennis: Der Ukrainer ist als Trainer ein gefragter Mann

Vereine reißen sich um Juri Petrenko

In seiner Jugendzeit hat der 27-Jährige sogar einmal den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Marat Safin bezwungen.

Von Manfred Bode

Ahrensburg. Sportler aus der Ukraine haben in Deutschland einen guten Ruf. Oleg Blochin, Europas Fußballer des Jahres 1975, wurde bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Coach der ukrainischen Nationalmannschaft gefeiert. Noch weit mehr Popularität genießen Vitali und Wladimir Klitschko, die im Hamburger Boxstall Universum zu WM-Ehren kamen.

So weit hat es Juri Petrenko noch nicht gebracht. Doch obwohl der 27 Jahre alte Tennisspieler mit seiner Frau Jelena erst seit drei Monaten in Ahrensburg wohnt, reißen sich bereits viele im Kreisgebiet um ihn. Petrenko gibt in mehreren Klubs Tennistraining, etwa beim TC Blau-Gelb Hoisdorf oder beim TC Siek, wo er im September die Betreuung der Jugendlichen übernahm und mittlerweile auch etliche Erwachsenenteams trainiert. "Seine positive Ausstrahlung, seine Kompetenz und sein Einsatz reißen alle mit", sagt Jugendwart Heino Steusloff.

Bernd Barkmeyer, der Erste Vorsitzendes des TC Siek, geht noch einen Schritt weiter. "Wir hätten ihn gern als hauptamtlichen Trainer", sagt er. Doch Dimitri Ponomar, der seinen Landsmann vor zwei Jahren als Spielertrainer zum Nordligaklub BHC Bremen vermittelt hatte und bei dessen Tennisschule Petrenko inzwischen angestellt ist, will seinen neuen Mann nicht "verheizen". "Juri setzt sich überall ein. Mit seinen Fähigkeiten wäre er aber verschenkt, wenn er nur im Breitensportbereich arbeiten würde", sagte Ponomar. "Er muss mit leistungsorientierten Kindern, Jugendlichen und Mannschaften arbeiten."

Der aus Charkow stammende diplomierte Sportlehrer, der in seiner Jugend zu den besten Spielern seines Landes gehörte und in dieser Zeit auch den einstigen Weltranglisten-Ersten Marat Safin bezwang, ehe ein Unfall eine Karriere als Profi verhinderte, gibt seine Erfahrung aus der Matchpraxis derzeit unter anderem an den acht Jahre alten Bezirksmeister Max Burkatowski (TV Schleushörn), Tina Trautmann (20) und Carina Witthöft (11, beide TC RW Wahlstedt) weiter. "Ich will ihn im Sommer auch wieder in der Talentsuche bei unseren Schnuppertagen in Ahrensfelde einsetzen", so Ponomar.

Für Petrenko bleibt bei diesem Pensum kaum Freizeit. Seine Leidenschaften, das russische Billard, klassische Musik und Jazz, kommen zu kurz. "Ich will beruflich etwas erreichen, da müssen private Dinge zurückstehen", sagt er. Da seine Frau, die demnächst ein Studium in Hamburg beginnen wird, eine ähnliche Einstellung hat, muss der Tennistrainer nun nur noch die richtigen Weichen für seine Zukunft stellen. Er hat sich innerhalb eines Jahres so viel Anerkennung erworben, dass ihm viele Wege offen stehen.

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