Ein grünes Schild, das auf einen Notausgang hinweist, allerdings zeigt der Pfeil nach oben - so deutet die Künstlerin Eva Jung die Jahreslosung 2009...
Ein grünes Schild, das auf einen Notausgang hinweist, allerdings zeigt der Pfeil nach oben - so deutet die Künstlerin Eva Jung die Jahreslosung 2009 "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich."
Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. Eines, das manche gerne streichen würden, weil es ihrer Lebensgeschichte eine Delle zugefügt hat. Jedes neue Jahr wird von den Kirchen mit einem Motto, einer Losung überschrieben. Die Jahreslosung 2009 klingt ein wenig nach Wunder. Vielleicht ist das auch die Sehnsucht der Menschen, die Not leiden: Wenn doch ein Wunder geschähe! Jesus sagte diesen Satz damals zu einem, der alles hatte. Reich und fromm war er, aber er wollte mehr: Sicherheit nach diesem Leben. Deshalb fragte er: "Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben erhalte?" Die Antwort Jesu machte ihn traurig. Denn dieser forderte ihn auf, allen Reichtum zu verkaufen und den Armen zu geben. Jesus spitzte die Situation zu: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme." Also eine aussichtslose Sache. Und dennoch endet diese Geschichte mit unserer Jahreslosung: "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Ich erlebe in meiner Arbeit zunehmend eine vorsichtige Öffnung gerade auch von Menschen, die vor Jahren dichtgemacht hätten. Sie interessieren sich für religiöse Themen. Vielleicht weil sie erleben, dass die vermeintliche Sicherheit nicht hält, was sie verspricht. Behutsam schauen sie sich um nach Halt in dieser scheinbar haltlosen Zeit. Der Pfeil nach oben beim Notausgangsschild schlägt eine Richtung vor, die wir in sicheren Lebenssituationen nicht einschlagen würden. Aber was ist heute noch normal und sicher? Für uns Christen ist die Zusage der Jahreslosung 2009 gegen alle Weltvernunft die tragfähige: "Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich." Sie sagt uns, dass diese Welt gehalten wird von dem, der sie geschaffen hat. Gott lässt uns auch in unsicheren Zeiten, wenn der Boden unter unseren Füßen zu schwanken scheint, nicht allein. Gegen den Augenschein der Welt und ihrer Gesetze vom Überleben des Starken setzt er seine Liebe und Barmherzigkeit durch. Mögen Sie diese Zusage Gottes im Neuen Jahr kräftig spüren!











