Ostseequerung Dänen ziehen Arbeiten für Fehmarntunnel vor

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Die Skandinavier wollen die heimische Konjunktur ankurbeln und noch in diesem Jahr mit den Vorbereitungen für den geplanten Ostseetunnel unter dem Fehmarnbelt nach Deutschland beginnen.

Kopenhagen. Dänemarks Regierung zieht Vorbereitungsarbeiten für den geplanten Ostseetunnel unter dem Fehmarnbelt nach Deutschland vor, um die heimische Konjunktur anzukurbeln. Wie Verkehrsminister Henrik Dam Kristensen am Mittwoch in Kopenhagen ankündigte, soll noch in diesem Jahr auf der Insel Lolland mit dem Bau eines Betonwerks für die riesigen Tunnelelemente begonnen werden. Auch die Bahnstrecke von Rødbyhavn, dem dänischen Endpunkt des Tunnels, bis Ringsted soll früher gebaut werden.

Die Regierung der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt will für diese Maßnahmen als Teil ihres neuen "Wachstumsplanes" 1,1 Milliarden Kronen (148 Mio Euro) bereitstellen. Kristensen erklärte, dies ändere nichts am dänischen Kostenrahmen von umgerechnet 5,5 Milliarden Euro (40,7 Mrd Kronen).

Unberührt bleibe auch der eigentlich Baubeginn 2015 für den 17,6 km langen Tunnel nach Puttgarden auf der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn. Der Tunnel soll 2021 eröffnet werden und die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg um eine auf etwa dreinhalb Stunden verkürzen.