07.02.13

Großdruckerei in Itzehoe

Nach Prinovis-Aus: Verdi sucht Lösungen für Beschäftigte

Kampf um Zukunft der rund 1000 Beschäftigten beginnt. Verdi-Sprecher kündigt harte Verhandlungen mit Geschäftsführung an.

Foto: dpa
Die Einfahrt zur Prinovis-Druckerei in Itzehoe
Die Einfahrt zur Prinovis-Druckerei in Itzehoe

Itzehoe. Nach dem Aus für den Standort Itzehoe der Großdruckerei Prinovis hat der Kampf um die Zukunft der rund 1000 Beschäftigten begonnen. Verdi-Sprecher Martin Dieckmann kündigte harte Verhandlungen mit der Prinovis-Geschäftsführung an. "Wir werden vor allem auf die Verantwortung des Konzerns für seine Mitarbeiter setzen", sagte er am Donnerstag.

Dazu gehören neben einem umfangreichen Sozialplan für die Mitarbeiter auch Infrastrukturmaßnahmen in der Region, sowie Hilfen bei Umschulungen und Qualifizierungen sowie Job-Vermittlung. "Ohne ein planmäßiges Eingreifen wird es zu einem furchtbaren Elend von Menschen führen."

Die Konzernführung hatte am Mittwoch die Beschäftigten über das bevorstehende Aus informiert. Durch die Schließung des unwirtschaftlichen Standortes könne Prinovis dauerhaft rund 20 Millionen Euro einsparen, lautete die Begründung. Der Schock darüber saß am Mittwoch tief: bei den Mitarbeitern und der Gewerkschaft Ver.di, bei der Regierung in Schleswig-Holstein sowie den Politikern im Kreis Steinburg. In der Tiefdruckerei werden unter anderem Magazine wie "Spiegel" und "Stern" hergestellt.

"Die Druckerei in Itzehoe ist nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben", sagte der Prinovis-Vorstandschef Bertram Stausberg. Die konzerneigenen Druckereien seien im Durchschnitt nur zu 80 Prozent ausgelastet und damit mittel- und langfristig nicht wirtschaftlich zu betreiben. Itzehoe habe die mit Abstand höchsten Stückkosten aller Prinovis-Standorte und verfüge über die mit Abstand schlechteste Prognose, teilte das Unternehmen mit. Es erzielt insgesamt rund 600 Millionen Euro Umsatz.

Die Überkapazitäten im europäischen Druckmarkt - es gibt mehr Maschinenkapazität als Nachfrage nach Druckereierzeugnissen - haben sich somit auch auf Prinovis ausgewirkt.

(dpa)
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