Toter Ex-Staatssekretär Zeugen und Videos sollen Lorenz' Tod aufklären

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Der Todesfall gibt der Polizei weiter Rätsel auf. Taucher hatten den Leichnam des 57-Jährigen am Montag in der Kieler Förde geborgen.

Kiel. Zur Aufklärung des rätselhaften Todes des früheren Kieler Innenstaatssekretärs Ulrich Lorenz (57) setzt die Staatsanwaltschaft jetzt auf Zeugen und Videoaufnahmen. "Es sollen Zeugen aus dem Umfeld befragt und Bilder von Überwachungskameras ausgewertet werden", sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Freitag. Dazu zählen Aufnahmen aus dem Kieler Hauptbahnhof, aber auch von anderen Videokameras außerhalb des Bahnhofsbereichs.

Der Leichnam war am Montag im Kieler Hafen von Polizeitauchern geborgen worden. In der Nähe befindet sich die Kanzlei, in der der Rechtsanwalt arbeitete. Lorenz hatte Sonntagfrüh sein Haus in Felde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) verlassen, um mit dem Zug nach Kiel zur Arbeit zu fahren. Lorenz stieg um 6.53 Uhr im Kieler Hauptbahnhof aus dem Zug. Dort verliert sich seine Spur. Bisher ist unklar, ob der Tod auf einen Unfall, ein Verbrechen oder einen Suizid zurückgeht. Zum Ergebnis des Obduktionsberichts wollte sich Heß nicht äußern. Lorenz war von 2000 bis 2009 Innenstaatssekretär.