29.01.13

Verbrechen oder Freitod?

Leiche im Hafen: Lorenz' Tod gibt Ermittlern Rätsel auf

Noch ist völlig unklar, wie der Ex-Staatssekretär ums Leben kam. Seine Leiche war am Montag im Kieler Hafen gefunden worden.

Foto: pa/dpa
Innenstaatssekretär Ulrich Lorenz
Ulrich Lorenz, hier ein Foto aus dem Jahr 2004, ist tot im Kieler Hafen entdeckt worden

Kiel. Im Fall der Leiche des früheren Kieler Innenstaatssekretärs Ulrich Lorenz stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Bisher ist völlig unklar, weshalb der 57-Jährige am Sonntag starb. "Die Todesumstände müssen noch geklärt werden", sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Dienstag.

Im Laufe des Tages soll der Tote obduziert werden. Bisher war offen, ob es ein Unfall, ein Verbrechen oder ein Freitod war. Der Leichnam des Rechtsanwalts war am Montag im Kieler Hafen gefunden worden, wo sich ganz in der Nähe seine Kanzlei befindet. Polizeitaucher bargen ihn vom Grund aus einer Tiefe von vier Metern.

Lorenz war am frühen Sonntagmorgen von seinem Wohnort Felde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit dem Zug nach Kiel gefahren, um die Kanzlei in dem Gebäudekomplex Hörn-Campus aufzusuchen. Zwischen dem Bahnhof, wo er kurz vor 7.00 Uhr eintraf, und der fünf Fußminuten entfernten Kanzlei verlor sich seine Spur. Der Weg führt direkt am Wasser vorbei. Lorenz war von 2000 bis 2009 Innenstaatssekretär in Kiel. Noch im Frühling vorigen Jahres war der Jurist für die SPD bei den Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SSW als Berater und Gestalter politisch aktiv. Unter Hinweis auf gesundheitliche Probleme lehnte es Lorenz damals ab, Staatskanzleichef zu werden.

Führende Landespolitiker wie Ministerpräsident Torsten Albig und Innenminister Andreas Breitner (beide SPD) reagierten bestürzt auf seinen Tod. "Uli, du wirst mir fehlen", schrieb Breitner auf Facebook. Mit Worten wie unfassbar, fassungslos und tieftraurig beschrieben Andere, die Lorenz gut kannten, ihre Empfindungen.

(dpa)
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