Norddeutschland Zahl der Erwerbstätigen im Norden gestiegen

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Schleswig-Holstein verzeichnete ein Plus von 5230 Erwerbstätigen. Niedersachsen und Bremen erreichten die besten Zahlen seit 1991.

Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin. Die Zahl der Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Sie stieg 2012 um 5230 auf 1.308.900, berichtete am Donnerstag das Statistikamt Nord. Der Zuwachs von 0,4 Prozent ist der niedrigste Wert aller westlichen Bundesländer. Nur Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen schnitten noch schlechter ab. Hamburg erreichte ein Plus von 1,6 Prozent.

In Niedersachsen und Bremen dagegen sind im vergangenen Jahr so viele Menschen erwerbstätig gewesen wie seit 1991 nicht mehr. In Niedersachsen stieg deren Zahl um über 45.000 auf 3,812 Millionen, wie der Landesbetrieb für Statistik mitteilte. In Bremen verzeichnete das Statistische Landesamt ein Plus von 5.000 auf 414.000 Erwerbstätige.

Beide Länder erzielten damit einen bundesweit überdurchschnittlichen Anstieg bei der Beschäftigung. Zuwächse gab es insbesondere in der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei, dem verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Deutschland insgesamt kam auf 1,0 Prozent.

Überdurchschnittlich stark erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein auf dem Bau mit 2,4 Prozent. Die Industrie verbuchte stagnierende Zahlen.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Mecklenburg- Vorpommern ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 727.900 gesunken. Dies teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin mit. Vor allem Ein-Euro-Jobs und kurzfristige Beschäftigungen seien weggefallen, hieß es zur Begründung.

Arbeitsplatzverluste gab es 2012 in Mecklenburg-Vorpommern im Dienstleistungsbereich und in der Landwirtschaft, wie das Amt weiter mitteilte. Das Produzierende Gewerbe habe zwar einen Zuwachs registriert, konnte die Arbeitsplatzverluste in den beiden anderen Bereichen damit aber nicht kompensieren.