09.01.13

Schleswig-Holstein

Kieler Seehafen startet mit Mini-Plus ins neue Jahr

Mehr Passagiere und etwas mehr Güter – der Hafen legt zu. Aber das Wachstum stockt. Der Güterverkehr wird wohl auch 2013 stagnieren.

Foto: dpa
Seehafen Kiel
Lastwagen verlassen am Schwedenkai in Kiel (Schleswig-Holstein) die Schweden-Fähre Stena Germanica, während im Hintergrund die Norwegen-Fähre Color Fanatsy liegt

Kiel. Die Konjunkturflaute bremst auch das Wachstum des Kieler Seehafens. 2012 wurde das gute Vorjahresergebnis noch einmal leicht übertroffen. Mit einem Güterumschlag von 6,3 Millionen Tonnen gab es nach kräftigen Zuwächsen in den beiden Jahren zuvor noch ein Plus von 0,3 Prozent. Wie Hafen-Geschäftsführer Dirk Claus am Mittwoch weiter berichtete, legte der Passagierverkehr um 2,2 Prozent auf über 1,9 Millionen Reisende zu. Beim Frachtverkehr erwartet der nach Lübeck und Rostock drittgrößte deutsche Ostsee-Hafen für das neue Jahr ein gleichbleibendes Volumen, bis 2020 verheißen die Prognosen aber eine Steigerung bis auf 9 Millionen Tonnen.

2013 sind 127 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen vorgesehen und damit 9 weniger als im Vorjahr. Da die Schiffe aber insgesamt größer sein werden, rechnet Claus mit einer Steigerung der Passagierzahl um 5 Prozent. 2012 gingen in Kiel knapp 350 000 Fahrgäste an oder von Bord der Kreuzfahrtschiffe. Für 2013 hatte es im Herbst noch einige Anmeldungen mehr gegeben. Aber dann meldete eine portugiesische Reederei Insolvenz an.

Eng wird es auf der Förde im neuen Jahr vor allem am 29. Juni zum Ende der Kieler Woche: Zu den beiden regulären Norwegen- und Schweden-Fährschiffen kommen dann die Kreuzfahrer "MSC Poesia", "Eurodam", "Astor" und "Black Watch". Die "Eurodam wird am 9. Juni auch für eine Premiere sorgen und als erstes Schiff am neuen Kreuzfahrtterminal im Kieler Ostuferhafen festmachen.

Im Ostuferhafen wurden 2012 erstmals mehr als 3,15 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen – ein Plus von zehn Prozent. Damit sei die Kapazitätsgrenze dieses Hafens in Sichtweite, sagte Geschäftsführer Claus. "Wir werden hier nachhaltig investieren, um unseren Kunden auch in Zukunft Wachstumsperspektiven zu bieten", sagte er. So werde eine vier Hektar große angrenzende Gewerbefläche in den Hafen einbezogen. Insgesamt sollen mehr als zwölf Millionen Euro in den Ausbau des Ostuferhafens investiert werden.

Als wichtige Stützen des Kieler Hafens erwiesen sich auch 2012 wieder die Fährreedereien: Sie tragen fast 80 Prozent zum Gesamtumschlag bei. Die norwegische Color Line verbuchte für ihre Oslo-Fähren 1,15 Millionen Passagiere und damit einen neuen Rekord. Mehr als 11 000 Lastwagen nutzten die Fähren – ein Plus von 8 Prozent.

Die schwedische Stena Line erhöhte mit ihren Göteborg-Fähren die Passagierzahl um 13 Prozent auf 398 000. Beim schwedischen Export gab es ein Minus, weil die Produktion in der Papier- und Autobranche des skandinavischen Landes sank. Die Reederei DFDS konnte auf der Route Kiel – Klaipeda (Litauen) ihr gutes Ergebnis von 2011 noch einmal überbieten und hofft auf weitere Zuwächse.

(dpa)
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